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Erkelenzer Dörfer: 14,3 Millionen Euro für die städtebauliche Entwicklung

By 10. November 2025November 12th, 2025No Comments3 Minuten Lesezeit

In Kuckum überreichte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, Bürgermeister Stephan Muckel einen Förderbescheid in Höhe von rund 14,3 Millionen Euro zur städtebaulichen Entwicklung der fünf Erkelenzer Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath. Mit den Fördergeldern sollen die Herrichtung sozialer, öffentlicher und technischer Infrastruktur in den fünf Dörfern, der Erwerb erster Liegenschaften zur Umsetzung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts, die Beauftragung erforderlicher Machbarkeitsstudien sowie die Planung zur Umnutzung der ehemaligen Kita in Keyenberg zu einem Dorfgemeinschaftshaus realisiert werden. Die Dörfer in Erkelenz werden fortlaufend entwickelt, sodass weitere Förderanträge in den nächsten Jahren zu erwarten sind. Die Stadt Erkelenz beabsichtigt, insgesamt Fördermittel in Höhe von 168 Millionen Euro für das Gesamtvorhaben zu beantragen. Ehemalige Umsiedlerinnen und Umsiedler sowie deren Kinder erhielten ein Vorkaufsrecht für die ehemalige Liegenschaft. Die Rückmeldefrist zur Vorkaufsoption ist abgelaufen und ein Abschluss des Verfahrens wird im ersten Quartal 2026 angestrebt. Bei der Vermarktung von Liegenschaften an weitere Private ist es Wunsch der Stadt Erkelenz, dass vorrangig ehemalige Einwohnerinnen und Einwohner der fünf Dörfer sowie Einwohnerinnen und Einwohner ihrer Stadt und dort Berufstätige die Chance erhalten, eine Immobilie zu erwerben.

Ministerin Scharrenbach: „Von der Braunkohle zur Boom-Region: Orte, die einst dem Tagebau weichen sollten, erwachen zu neuem Leben. Die fünf Erkelenzer Dörfer sind ein Symbol für den Wandel im Rheinischen Revier. Mit der Förderbescheidübergabe in Höhe von rund 14,3 Millionen Euro haben wir einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung der ehemaligen Braunkohledörfer zu Zukunftsdörfern erreicht.“

Stephan Muckel, Bürgermeister der Stadt Erkelenz: „Dank der umfassenden finanziellen Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes kann die Stadt Erkelenz das Jahrzehnteprojekt, die fünf geretteten Dörfer wieder zu lebenswerten Orten zu machen, stemmen.“

Wissenswertes

Durch die Entscheidung der Bundesregierung zur schrittweisen Beendigung der Kohleverstromung in Deutschland bis zum Jahr 2038 stehen das Land Nordrhein-Westfalen, die Kommunen im Rheinischen Revier und die RWE Power AG vor der Herausforderung, den Strukturwandel in der Region nachhaltig zu bewältigen.

Die Projektgesellschaft Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW) wurde von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der RWE Power AG gegründet und widmet sich mit gemischten Teams von NRW.URBAN und RWE der Erarbeitung nachhaltiger Nachnutzungsperspektiven für ausgewählte RWE-Standorte im Rheinischen Revier.

Auch die Starke Projekte GmbH spielt eine Schlüsselrolle in der Unterstützung der Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier, insbesondere durch Beratung, Qualifizierung von Projekten, Beschaffung von Studien und Gutachten sowie Fördermittelmanagement. Dieses Engagement ist Teil des umfangreichen Programms zur Stadtentwicklung der Zukunft im Rheinischen Revier (STEP RR), das vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert wurde.

Ihre Kontaktperson

Rebekka Austermann, NRW.URBAN

Rebekka Austermann
Konzepte | Entwicklung

Hansaallee 299,
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Tel.: 0211 54238.224

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