2. Rang
Plus |+ -| Minus (4704)
Die Arbeit PLUS I+-I MINUS vermag die Jury mit Ihrer künstlerischen Idee das Phänomen der Batterie räumlich und visuell erfahrbar darzustellen zu überzeugen. Die der Hochglanz polierten Halbschalen reflektieren zum einen das Thema Batterie und stellen zum anderen den Bezug zu der erweiterten Umwelt her. Das polierte unterkühlte Äußere steht in Spannung zu dem emotional zweifarbig gestalteten Inneren.
Hervorzuheben ist die gut proportionierte Dimension der Arbeit mit ca. 6,00 Meter Höhe, ca. 2,50 m Durchmesser mit Ihren zwei seitlichen Schlitzen von ca. 0,80 cm. Jedoch wäre Nähe bzw. Distanz der Skulptur zur FFB in einem weiteren Schritt zu überprüfen und zu präzisieren – zur Ausrichtung der Schlitze ist noch Eindeutigkeit herzustellen. Die Jury sieht in einem Abrücken die Chance den Dialog zwischen formaler Autonomie der Installation und Gebäude klarer darzustellen und eine Stärkung der künstlerisch intendierten Wirkung zu erreichen. Überzeugend ist das Konzept der Begehbarkeit der Installation und die körperhafte Erfahrbarkeit des Inneren der Installation, sie erschließt das Thema Batterie PLUS I+-I MINUS intuitiv körperlich und räumlich.





Präziser auszuformulieren und darzustellen, z.B. mittels Muster, sind Struktur und Zusammensetzung des Mosaiks des Inneren der Installation. Die beigefügten Muster vermögen die Jury nicht voll umfänglich zu überzeugen, die Jury sieht in dieser vertieften Ausformulierung erhebliches Potential das künstlerische Konzept weiter zu stärken. Wesentlich für Erfolg und Dauerhaftigkeit des Werkes wird die technische Machbarkeit des Mosaiks sein, vor allem mit Blick auf die nicht unerhebliche Auswirkung von Bewitterung ist die Befestigung abzuklären. Konstruktion und Machbarkeit werfen, bedingt durch den sehr konzeptionellen Arbeitsstandes, noch einiges an Fragen auf um abschließend zu überzeugen – die Jury erachtet die Fragen jedoch als lösbar.
Abschließend lässt die Installation eine gleichermaßen subtile wie auch kraftvolle Antwort auf die künstlerische Herausforderung erwarten. Die Jury begrüßt das feine Spiel zwischen der abstrakten unterkühlten Großform des Äußeren und dem emotional körperhaft erlebbaren Inneren und damit die gelungene künstlerische Übersetzung des Themas Batterie.