Der Bahnhof Dorsten verbindet das Ruhrgebiet mit dem Münsterland und wird täglich von 2.500 Reisenden und Pendlern genutzt. Die BEG hat die Stadt Dorsten bei der Herausforderung begleitet und unterstützt, einen denkmalgeschützten Bahnhof inkl. der angrenzenden Flächen schrittweise zu sanieren und zu entwickeln.
Denkmalgeschützter Bahnhof und städtebauliche Neugestaltung
Der Umbau des Bahnhofsgebäudes zum Bürgerbahnhof begann im Januar 2021 und wurde in enger Verbindung mit der vollständigen Aufwertung des Bahnhofsumfeldes durch die Stadt Dorsten durchgeführt. Bereits in den Jahren zuvor wurden die Gleisanlagen und Bahnsteige von der Deutschen Bahn erneuert. Die Freigabe von rund 12.000 Quadratmetern Fläche durch das Eisenbahnbundesamt eröffnete schließlich die Möglichkeit, das Bahnhofsumfeld zu entwickeln und die Verkehrsstation barrierefrei umzubauen. Das Projekt war ein wichtiger Bestandteil des integrierten Stadtentwicklungsprogramms „Wir machen MITte“ und wurde auch durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Der Umbau des Bahnhofs sollte nicht nur die Bausubstanz sanieren, sondern auch den historischen Charakter des Gebäudes wiederherstellen. In den letzten Jahrzehnten wurden leider bauliche Änderungen vorgenommen, die wenig behutsam waren. Ein wichtiger Teil der Renovierung war daher die Korrektur dieser Eingriffe, insbesondere die Schließung überdimensionierter Wandöffnungen im Erdgeschoss und die Wiederherstellung der historischen Bögen, die den ursprünglichen Hallencharakter prägten.
Vielseitige Nutzung und barrierefreie Erreichbarkeit
Die Gastronomie im Erdgeschoss nimmt nun den größten Teil des Bereichs ein. Der Gastraum ist in zwei Bereiche unterteilt: einen Außerhausverkauf und einen Sitzbereich mit Bedienung. Besonders bemerkenswert ist der offene Bereich, in dem Gäste über die Theke einen direkten Blick in die Küche werfen können, in der ihre Speisen frisch zubereitet werden. Die gastronomische Nutzung wurde dabei auch als Lernort konzipiert – ein Konzept, das sowohl in der Planung der Küche als auch der Gasträume vollständig berücksichtigt wurde.
Das Treppenhaus, das zentral im Gebäude gelegen ist, bringt viel Tageslicht ins Innere und schafft eine transparente Atmosphäre. Alle drei Stockwerke des Bahnhofsgebäudes sind barrierefrei über einen Aufzug erreichbar.
Zusätzlich ist ein Büro der Dorstener Arbeit im Treppenaufgang untergebracht, das den Besuchern als Empfang dient und eine unkomplizierte Orientierung ermöglicht. Im Dachgeschoss befinden sich weitere Büros. Zudem sind zahlreiche Räume im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss für die Nutzung durch Vereine vorgesehen – sei es als Schulungsräume oder für Gruppenaktivitäten.
Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs
Die räumliche Öffnung der benachbarten Radstation zum Bahnhofsvorplatz trägt dazu bei, das Umfeld für die vielfältige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs weiter zu stärken. Der Bahnhof Dorsten ist nun nicht nur ein funktionaler Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein attraktives städtebauliches Zentrum, das die Innenstadt und den öffentlichen Nahverkehr optimal miteinander verknüpft.
”„Es gibt vermutlich wenige kommunale Entwicklungsprojekte, die die Komplexität der integrierten städtebaulichen Entwicklung eines denkmalgeschützten Bahnhofs und seines Umfelds übertreffen.“
Ina ScharrenbachMinisterin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
Wissenswertes
Bahnflächenentwicklung braucht Spezialwissen, Erfahrung und Zeit. Bau.Land.Bahn bündelt die Bahnimmobilien-Kompetenz aus 20 Jahren Bahnflächenentwicklung im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen und der DB Netz AG. Tausende Hektar nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften wurden der kommunalen Planungshoheit zugänglich und zur Stadtentwicklung im Innern genutzt.
Heute begleitet Bau.Land.Bahn Sonderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen. Zudem verschafft das Unterstützungsangebot Städten und Gemeinden Klarheit darüber, welche Entwicklungspotenziale auf den Bahnliegenschaften aktuell bestehen, welche rechtlichen und technischen Erfordernisse zu klären sind, ob Fördermittel-Kombinationen Stadtentwicklung-Verkehr möglich sind und ob gutachterliche Untersuchungen eingeleitet werden können.
Unser Auftrag
Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.


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