Historische Empfangsgebäude sind vielerorts die Visitenkarte einer Stadt für Bahnreisende. Die Empfangshalle des Dürener Bahnhofs ist sogar eines der ältesten Empfangsgebäude in Nordrhein-Westfalen und damit ein stadtprägendes Denkmal. Aus diesem Grund wird im Zuge der aktiven Stadtentwicklung der Kommune das Dürener Bahnhofsgebäude mit Unterstützung der Landesinitiative „Schöner ankommen in NRW“ saniert und aufgewertet. Der Bahnhofsbereich ist eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte, dort ist die Kommune bereits stark tätig und möchte dem Bahnhofsquartier neuen Aufschwung geben. Den Nukleus dieser Quartiersneugestaltung bildet der Bahnhof selbst – insbesondere das Bahnhofsempfangsgebäude.
Das historische Gebäude besitzt ursprünglich eine dreiachsige Halle mit beidseitiger Mantelnutzung, deren originäre Symmetrie wieder hergestellt werden soll. Zudem soll eine zentrale Verknüpfung von Eingangshalle und Bahnsteigtunnel durch eine Treppe und einen Aufzug erfolgen. Dies, sowie die visuelle Öffnung der Decke nach oben zur Steigerung des natürlichen Lichts, erhöhen die Einsehbarkeit der Halle. Derzeit weisen die Räumlichkeiten des Empfangsgebäudes zudem hohe Leerstände auf. Neben der Eigennutzung einiger Räume durch die DB steht das Obergeschoss leer. Aus diesem Grund ist für die Zukunft dort eine Wiederbelebung denkbar, zum Beispiel durch eine teils gemeinnützige Nutzung.
Außerdem gibt es historische Grundzüge des Gebäudes, die durch Einbauten in den letzten Jahrzehnten zugebaut wurden. Die denkmalgerechte Wiederherstellung im Rahmen der Städtebauförderung ist eines der Hauptziele des Vorhabens. Es wird nun versucht, die ursprüngliche Hallengestaltung und den historischen Charakter des Gebäudes zu öffnen – so wird neue Aufenthaltsqualität geschaffen, um schöner anzukommen. Die Stadt Düren ist dabei sehr engagiert und möchte das Projekt zum Leuchtturmprojekt einer vollwertigen Sanierung machen.

Ziele
- Gesamthafte Sanierung des stadtprägenden Denkmals
- Denkmalgerechte Sanierung der Fassaden und Dächer + Öffnung zum Vorplatz
- Denkmalgerechte Wiederherstellung der Empfangshalle/Optimierung der Zugangssituation zum Bahnsteigtunnel
- Schaffung von Sichtbeziehungen und Rückbau von Angsträumen
- Denkmalgerechte Gestaltung Bahnsteigdach + Vorplatzsituation Mitte
- Wiedernutzung aller Nutzflächen




Nächste Schritte
Auf Grundlage der Förderkonferenz zwischen der Stadt Düren, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Bezirksregierung, der DB Station&Service AG sowie der BEG zum Empfangsgebäude werden nun die Ausschreibungsvoraussetzungen geklärt und die entsprechenden Unterlagen für die Ausschreibung der Architekten- und Fachplanerleistungen bis zur Entwurfsplanung mit der Stadt und der Eigentümer abgestimmt und vorbereitet.
Wissenswertes
Nach drei erfolgreichen Empfangsgebäude-Programmen des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten mit dem Förderprogramm „Schöner ankommen in NRW“ für Empfangsgebäude im Eigentum der DB InfraGO AG Kommunen eine Perspektive für die gestalterische Aufwertung, die städtebauliche Entwicklung und die Reduzierung des Leerstands dieser besonderen Immobilie an Personenbahnhöfen. Das Land Nordrhein-Westfalen und die DB InfraGO AG haben einen gemeinsamen Letter of Intent (LOI) zum Förderprogramm geschlossen und 20 Empfangsgebäude für das Programm ausgewählt.
Hintergrund: Das Sonderförderprogramm wurde als Erweiterung der hervorragenden Erfahrung zahlreicher Kommunen mit dem rahmenvertraglich mit der DB InfraGO AG vereinbarten Verfahren der „Empfangsgebäudepakete NRW“ aufgesetzt. Die überwiegende Zahl der Gebäude aus den „Empfangsgebäudepaketen NRW“ ist zwischenzeitlich saniert und stellt wieder eine attraktive „Visitenkarte“ für die Kommunen dar.
Unser Auftrag
Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ihre Kontaktpersonen

Carsten Kirchhoff
Konzepte | Entwicklung
Hansaallee 299,
40549 Düsseldorf
Tel.: 0231 4341.272

Nadine Steffens
Konzepte | Entwicklung
Revierstraße 3,
44379 Dortmund
Tel.: 0231 4341.237
