Hürths Stadtzentrum neu gedacht

Die Stadt Hürth erlebt einen umfassenden Transformationsprozess, der vom Ausstieg aus dem Braunkohleabbau im Rheinischen Revier getrieben wird. Auf dem Stadtgebiet wurde etwa 100 Jahre Braunkohleabbau betrieben und nahezu 45 % der gesamten Hürther Stadtfläche sind ausgekohlt. Mit der Erschließung immer neuer Braunkohleflöze befand sich der Hürther Raum im ständigen Wandel. Bereits seit den 1950er Jahren wurde die Errichtung eines Stadtzentrums für die Gesamtgemeinde Hürth geplant, jedoch waren keine geeigneten Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden, so dass schließlich in den späten 1970er Jahren „auf der grünen Wiese“ das Einkaufszentrum Hürth-Park eröffnet wurde. Mit der Errichtung des Hürth-Parks, dem in unmittelbarer Nachbarschaft erbauten Kreishaus (1971-1974) und dem direkt gegenüber errichtetem Rathaus (1984), wurden Hürth die Stadtrechte verliehen (1978), die Entwicklung eines attraktiven Stadtzentrums konnte jedoch bis heute nicht gelingen.  

Mit der AGORA möchte die Stadt Hürth auf dem Gelände des alten Kreishauses im Sinne des zukunftsorientierten Strukturwandels wichtige Funktionen und Angebote schaffen und die bis dato durch den Braunkohleabbau gehemmte, aber notwendige Zentrumsentwicklung nachholen. Es soll ein neues Stadtzentrum, das Wohnen, Arbeiten, Kultur und soziale Begegnungen integriert und damit den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen Stadtentwicklung entspricht, geschaffen werden.

Die Integration des öffentlichen Raums und von Grünflächen und die Förderung einer nachhaltigen Mobilität stehen im Einklang mit den Zielen des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Die Ansätze sollen nicht nur die direkten Folgen des Kohleausstiegs abmildern, sondern auch langfristig die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Hürth und der gesamten Region stärken. Die Starke Projekte GmbH unterstützt das Vorhaben in Hürth auf vielfältige Weise und trägt zur qualitativen Aufwertung und Entwicklung des Alten Kreishausareals bei. Die Unterstützung umfasst sowohl die konzeptionelle als auch die operative Ebene. 

Projektziele

  • Strukturwandel vorantreiben 
  • Sozialen Mittelpunkt schaffen 
  • Nachhaltige Stadtentwicklung fördern 
  • Bildungs- und Kulturangebote erweitern 
  • Stadtbild aufwerten

Maßnahmen

  • Aufklärung in Vorbereitung des Grunderwerbs durch die Stadt 
  • Vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme 
  • Entwicklung eines Nutzungskonzepts für das Areal 
  • Städtebaulicher und architektonischer Entwurf zur Entwicklung eines neuen Stadtzentrums, Schaffung von Begegnungsräumen, Integration von Kultur- und Bildungsangeboten 
  • Etablierung nachhaltiger Bau- und Nutzungsformen sowie einer ambitionierten Architektur

Wissenswertes

Die Starke Projekte GmbH spielt eine Schlüsselrolle in der Unterstützung der Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier, insbesondere durch Beratung, Qualifizierung von Projekten, Beschaffung von Studien und Gutachten sowie Fördermittelmanagement. Dieses Engagement ist Teil des umfangreichen Programms zur Stadtentwicklung der Zukunft im Rheinischen Revier (STEP RR), das vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert wurde, um den durch den Kohleausstieg bedingten Strukturwandel positiv zu gestalten. Die Initiative soll einfache Verfahren und schlanke Prozesse ermöglichen und den Kommunen ermöglichen, jederzeit Förderanträge für Einzelmaßnahmen zu stellen, wodurch ein flexibler Rahmen für die Stadtentwicklung geschaffen wird. 

Starke Projekte Zusatz Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Ihre Kontaktperson

Phillipp Kuhlenkötter
Konzepte | Entwicklung

Fritz-Vomfelde-Str. 10, Düsseldorf 40547
Tel.: 0211 54238.271

E-Mail schreiben
Philipp Kuhlenkötter, NRW.URBAN