Mit der Aufnahme in das neue Landesprogramm „Go4Gewerbe“ startet die Stadt Mönchengladbach als erste Kommune im Rheinischen Revier in die Umsetzung eines herausragenden Zukunftsprojekts: Die ehemalige Trabrennbahn wird zu einem nachhaltigen, flughafenaffinen Gewerbegebiet entwickelt. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kommune mit einer Landesbürgschaft in Höhe von 2,3 Millionen Euro, die über die Landesgesellschaft NRW.URBAN wirksam wird. Gemeinsam soll das rund 14 Hektar große Areal bis 2029 zur Vermarktung vorbereitet werden und langfristig bis zu 1.000 Arbeitsplätze ermöglichen.

Die Landesregierung setzt mit „Go4Gewerbe“ gezielt Impulse für die Transformation des Rheinischen Reviers. Das Programm erleichtert Kommunen die Realisierung komplexer Gewerbeentwicklungen durch finanzielle Entlastungen, fachliche Begleitung und klare Leitlinien für ressourcenschonende, innovative Flächenentwicklung.

Entwicklungschance für Mönchengladbach

Die Stadt Mönchengladbach verfügt mit dem Areal der ehemaligen Trabrennbahn über eine vollständig im kommunalen Eigentum befindliche Potenzialfläche in integrierter Lage. Die Nähe zum Flughafen Mönchengladbach sowie die sehr gute Erreichbarkeit über die A44 und den ÖPNV machen den Standort besonders attraktiv – insbesondere für Unternehmen der Luftfahrtbranche, der Mobilitätstechnologien sowie der innovativen industriellen Produktion.

Aufgrund hoher Anforderungen an Wasserwirtschaft, Naturräume und Erschließungskosten galt die Entwicklung über viele Jahre als kaum realisierbar. Mit dem Landesprogramm „Go4Gewerbe“ und der ergänzend beantragten Förderung im Programm „Nachhaltige Wirtschaftsflächen im Rheinischen Revier“ sind nun die Voraussetzungen geschaffen, das Areal technisch, ökologisch und wirtschaftlich tragfähig zu entwickeln.

Ziele

  • Entwicklung eines nachhaltigen, flughafenaffinen Gewerbegebiets auf rund 14 Hektar
  • Vorbereitung der Fläche für die Vermarktung bis 2029
  • Schaffung von bis zu 1.000 Arbeitsplätzen
  • Sicherstellung großer Grünflächen für Hochwasserschutz und Versickerung
  • Unterstützung der Stadt durch NRW.URBAN bei Planung, Erschließung und Projektsteuerung
  • Beitrag zur Transformation des Rheinischen Reviers hin zu einer innovativen Wirtschaftsregion
Ehemalige Trabrennbahn in Mönchengladbach
Ehemalige Trabrennbahn in Mönchengladbach

Nächste Schritte 

  • Konkretisierung der projektbezogenen Zusammenarbeit zwischen Land NRW, NRW.URBAN und der Stadt Mönchengladbach auf Grundlage der unterzeichneten Zielvereinbarung
  • Start der Bauleitplanung und Vorbereitung der Erschließung unter Einbindung aller planungs- und förderrechtlichen Partner
  • Parallel: Fortführung des Antragsverfahrens für die Förderung „Nachhaltige Wirtschaftsflächen im Rheinischen Revier“
  • Erstellung notwendiger Studien, Gutachten und Planungsunterlagen zur technischen und ökologischen Machbarkeit
  • Vorbereitung der Vermarktungsstrategie für das künftige Gewerbegebiet

Wissenswertes

„Go4Gewerbe“ ist ein gezielt auf Gewerbeflächen ausgerichtetes Programm, das Kommunen auch bei knappen Haushaltsmitteln und begrenzten personellen Kapazitäten eine zukunftsorientierte Flächenentwicklung ermöglicht und so die Transformation des Rheinischen Reviers weiter voranbringt. Jede Projektentwicklung erfolgt nach Kriterien wie sparsamer Flächenverbrauch, wassersensible Planung, Einsatz erneuerbarer Energien, multimodale Mobilitätsangebote sowie hohe architektonische Standards.

Das neue Landesprogramm ergänzt bestehende Instrumente zur Förderung des Strukturwandels im Rheinischen Revier, wie etwa die Projektgesellschaft Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW), die Starke Projekte GmbH oder die Struktur- und Städtebauförderung. Diese Initiativen tragen dazu bei, den Ausstieg aus der Kohleverstromung nachhaltig zu gestalten und dem Rheinischen Revier neue Perspektiven zu eröffnen. Insbesondere die PSW GmbH, eine gemeinsame Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen und der RWE Power AG, entwickelt Nachnutzungskonzepte für ehemalige Kraftwerksstandorte. Die Starke Projekte GmbH unterstützt die Kommunen als zentrale Beschaffungsstelle im Revier bei Projektberatung, Studien, Gutachten und Fördermittelmanagement.

Unser Auftrag

Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG  tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ihre Kontaktpersonen

Jennifer Boländer, NRW.URBAN

Jennifer Boländer
Projektmanagement

Hansaallee 299,
40549 Düsseldorf
Tel.: 0211 54238.315

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