Das „Hansator“ in Münster wird zukünftig den attraktiven Übergang zwischen der Münsteraner Innenstadt und dem Schienenverkehr auf der Ostseite des Hauptbahnhofs bilden. Die BEG begleitete die Projektpartner bei der Flächenentwicklung. Auf 8.200 Quadratmetern Bahn- und Brachfläche entsteht derzeit ein gemischtes Stadtquartier mit anspruchsvoller Architektur und Flächen für 300 Wohnungen, Gastronomie, Handel und Hotellerie. Es setzt eine städtebauliche Klammer zur innenstadtzugewandten Bahnhofsseite. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für das Jahr 2022 geplant.

 

Hohe ökologische Standards

Nachhaltiges Bauen ist ein zentraler Aspekt für zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Das Projekt Hansator trägt diesem Umstand beispielsweise damit Rechnung, dass 85 Prozent des so genannten Flugdaches begrünt sein werden. Das geschwungen angelegte Dach trennt zukünftig die öffentlich genutzten Untergeschosse von den privat genutzten oberen Geschossen ab.
Die Investorin „Landmarken AG“ ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) und strebt für das Münsteraner Hansator eine Zertifizierung nach den dort geltenden Standards an.

Des Weiteren legt die Planung des Gebäudekomplexes großes Augenmerk auf die Förderung von multimodalem Verkehr, also der Nutzung verschiedener Verkehrsmittel innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Vorangebracht werden soll hierbei insbesondere die Verknüpfung von ÖPNV und Fahrradnutzung. Im Sinne der Fahrradstadt Münster stehen im Bereich des Hansators zukünftig 2.100 öffentliche Fahrradstellplätze zur Verfügung. Der größte Vorteil für Pendlerinnen und Pendler liegen neben den langen Öffnungszeiten der Fahrradstation vor allem in dem gerade einmal einminütigen Fußweg zu den Bahnsteigen.

Leistungen der BEG

Über den BahnflächenPool NRW wurden via BEG NRW Landesmittel in Höhe von rund 75.000 Euro zur Finanzierung von Entwicklungskosten eingesetzt. In Kombination mit einer integrierenden Prozesssteuerung wurden diese Mittel zum Hebel der gesamten Flächenaktivierung. Wesentliche Leistungen waren die residuale Projektwertermittlung zur Festlegung eines gemeinsamen Mindestkaufpreises für die Grundstücke der DB und der Stadt, die Finanzierung des mehrstufigen Investorenauswahlverfahrens sowie die Beauftragung der erforderlichen Bodengutachten für das Baufeld.

Wissenswertes

Mit Bau.Land.Partner unterstützt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen Kommunen dabei, Brachflächen oder ungenutzte Flächen wieder zu „Bauflächen“ zu machen,  Nachfolgenutzungen zu prüfen und Standorte zu aktivieren. Dabei spielt die Einbindung und Mitwirkung der Eigentümerinnen und Eigentümer eine zentrale Rolle. Das dialogorientierte Verfahren von Bau.Land.Partner wird maßgeblich aus Landesmitteln getragen. Das Unterstützungsangebot Bau.Land.Partner+ knüpft da an, wo Bau.Land.Partner aufhört: Auf Basis grundsätzlicher Erkenntnisse zu den Standortperspektiven wird die Kommune bei einem risikoarmen Flächenerwerb unterstützt.

Ihr Ansprechpartner

Henk Brockmeyer
Geschäftsführung

Fritz-Vomfelde-Straße 10, 40547 Düsseldorf
Tel.: 0211 54238.116

E-Mail schreiben
Portrait des Geschäftsführers Henk Brockmeyer