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BeitragKonzepte | Entwicklung

Vier Monate nach der Flut: Nordrhein-Westfalen hilft planen

By 22. November 2021Keine Kommentare
Ältere Frau am Notebook
Kapazitätsentlastung für den Wiederaufbau

Kapazitätsentlastung für den Wiederaufbau

Städte und Gemeinde, die immense Schäden durch die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 erlitten haben, müssen nach wie vor alle Reserven mobilisieren, um den Wiederaufbau ihrer kommunalen Infrastrukturen zu stemmen. Vielerorts wurden auch Rathäuser, Feuerwehrgebäude, Kitas und Schulen zerstört, Straßen und ganze Quartiere vernichtet, die vorausschauende Planung erfordert nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Kapazitäten und Know-how. Eine neue Freiwilligen-Initiative des Bauministeriums bringt sachkundige Fachleute an Ort und Stelle, wo die Hilfe benötigt wird.

Schmuckbild, grüne Blätter
Tablet mit Registrierung als Freiwillige

Vermittlung von Senior-Expertise und Know-how

Mit der Freiwilligen-Plattform „Planen & Bauen” www.senior-expertise-hilft.nrw vermittelt das Land Nordrhein-Westfalen Senior-Expertinnen oder -Experten für Hoch- und Tiefbau, Stadt- und Landschaftsplanung oder Denkmalpflege an betroffene Städte und Gemeinden. Gesucht werden Fachfrauen und -männer im Bereich Planen und Bauen, die im Ruhestand oder kurz davor sind und die Arbeit vor Ort mit ihrer Expertise und Erfahrung unterstützen möchten. Denkbar sind alle Qualifikationen – von Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern bis zu ehemaligen Beigeordneten, vom Projektmanager bis zum Professor oder Professorin.

Fachliche und organisatorische Arbeitshilfen

Für die Wiederherstellung der zerstörten Infrastrukturen in den Bereichen Energieversorgung, Wasser, Abwasser, Telekommunikation, Verkehr, Gesundheit und Bildung sind zahlreiche Ausschreibungen und Vergabeverfahren erforderlich. Eigens erstellte, standardisierte Leistungskataloge der Rahmenvertragsinitiative unterstützen die Sachbearbeitung in den Verwaltungen, Maßnahmen für die technische Ver- und Entsorgung, Verkehrsplanung und Wiederherstellung öffentlicher Gebäude effizienter und schneller ausschreiben und auswerten zu können.

Arbeitshilfen und standardisierte Leistungsverzeichnisse

  • Technische Versorgung: Wiederaufbau von Strom-, Wasser- und Telekommunikationsnetzen, einschließlich Straßenbeleuchtung
  • Technische Entsorgung: Wiederaufbau von Regen- und Schmutzwasserkanalnetzen, einschließlich Anlagen zur Behandlung von Niederschlags- und Schmutzwässern
  • Verkehrsanlagen: Wiederaufbau von Verkehrswegen wie Straßen, einschließlich Nebenanlagen, Radwege sowie land- und forstwirtschaftlich genutzter Wege und Flächen
  • Gebäude: Wiederaufbau von Krankenhäusern, Bildungseinrichtungen, Kindertagesstätten und Kultureinrichtungen.
Baustelle, Haus mit Baustellengerüst

NRW.URBAN versucht in den vom Hochwasser stark betroffenen Städten und Gemeinden den Wiederaufbau mit Projekten des Strukturwandels sinnvoll zu verknüpfen.

Strukturwandel und Wiederaufbau Hand in Hand

Auch für den Dialogverfahren der „Starke Projekte“ können sich Kommunen im Rheinischen Revier, die stark vom Hochwasser betroffen sind, anmelden. Bei den Gesprächen sitzen Bürgermeister, Ministeriumsvertreter und Vertreter der Bezirksregierung mit den Experten der Starke Projekte GmbH an einem Tisch. Die Kommunen schildern ihre Pläne, abhängig davon wird geprüft, welche Fördertöpfe in Frage kommen. Können Projekte nicht mit Mitteln aus der Städtebauförderung nach vorne gebracht werden, agiert NRW.URBAN als Türöffner bei anderen Fördermittelgebern. So versucht NRW.URBAN, in den vom Hochwasser besonders stark betroffenen Städten und Gemeinden die Projekte des Strukturwandels mit dem Wiederaufbau sinnvoll zu verknüpfen.

Ansprechpartnerin

Jennifer Freckmann
Unternehmensentwicklung und -kommunikation

An der Reichsbank 8, 45127 Essen
Tel.: 0201 74766.22

E-Mail schreiben
Jennifer Freckmann, Unternehmensentwicklung und -kommunikation, Portrait

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