Präsentation der prämierten Wettbewerbsarbeiten

Neuer gemeinschaftlicher Ort an der profanierten Kirche in Bürgewald

Die ehemalige Kirche St. Lambertus in Bürgewald wird zum ersten Leuchtturm der umfassenden Dorfrevitalisierung des ehemaligen Tagebaudorfs Morschenich-Alt. Als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft steht sie sinnbildlich für das, was im Rheinischen Revier gelingen soll: die Verbindung von Herkunft und Aufbruch. Ein Wettbewerb über die Neuinterpretation dieses Bauwerks und seiner direkten Umgebung bildet den Auftakt zur Weiterentwicklung des Dorfes als „Ort der Zukunft“. 

Die Gemeinde Merzenich verfolgt das Ziel, Bürgewald zu einem innovativen und gleichermaßen lebenswerten Modellort für nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und vielfältige Innovationen zu entwickeln. Nachdem die Gemeinde im Zuge des Kohleausstiegs das alte Dorf mit Fördermitteln vom Land Nordrhein-Westfalen und Bund nahezu vollständig zurückgekauft hat, entstand eine einzigartige Ausgangssituation: Auf der Grundlage der historischen Struktur des rheinischen Straßendorfes sollen nun neue lebendige Räume entstehen, die das Miteinander stärken und Zukunftsthemen erproben. 

Die profanierte Kirche als Herzstück

Die im Jahr 2019 entweihte Kirche St. Lambertus wurde 2023 durch einen Brand stark beschädigt. Ihr Wiederaufbau bildet nun die Initialzündung der Transformation Bürgewalds. Das Bauwerk soll in neuer Gestalt Raum für gemeinschaftliche Nutzungen bieten – für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen. Dabei bleibt die historische Substanz sichtbar: Turm und Außenmauern bleiben erhalten, die Architektur wird respektvoll weitergedacht. Die Kirche bildet zusammen mit Pfarrhaus, Pfarrheim und Trauerhalle sowie dem ehemaligen Friedhof als Dorfgarten den neuen gemeinschaftlichen Mittelpunkt und die städtebauliche Mitte des Ortes.

Der Wettbewerb

Um ein qualitätsvolles Gesamtkonzept für diesen zentralen Ort zu entwickeln, lobte die Gemeinde Merzenich einen hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb aus. Das Verfahren wurde als nicht offener, einphasiger Wettbewerb nach RPW 2013 durchgeführt und um ein Verhandlungsverfahren gemäß VgV 2016 ergänzt. Gesucht waren Entwürfe, die historische Identität und zeitgenössische Architektur verbinden – und den neuen Bürgewald-Geist greifbar machen: gemeinschaftlich, nachhaltig, zukunftsgerichtet. Das Preisgericht tagte am 29. August 2025, prämierte drei Entwürfe und sprach eine Anerkennung aus, deren Ergebnisse und Beurteilungen im hier hinterlegten Protokoll der Jurysitzung dokumentiert sind.

Die Siegerentwürfe

In der digitalen Ausstellung werden alle Wettbewerbsarbeiten – vom Siegerentwurf bis zu den weiteren Beiträgen – kompakt auf einen Blick präsentiert. So entsteht ein umfassender Eindruck der architektonischen und landschaftsplanerischen Ideen, die der Wettbewerb hervorgebracht hat.

1. Preis: Architektur: STUDIO-MRA mit Lohrberg StadtLandschaftsarchitektur, Stuttgart
2. Preis: Wandel Lorch Götze Wach GmbH, Frankfurt mit Topotek 1 GmbH, Berlin
3. Preis: Thomas Hammer Architekten mit STADT RAUM PLANUNG, München
Anerkennung: samu architektur mit VIR.works mit BUERO-N, Dortmund

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