Die Verfasserinnen und Verfasser entwickeln das Areal in zwei kontrastierenden Teilräumen: Im nördlichen Bereich zur Dorfmitte hin entsteht eine gepflasterte, streng orthogonal gegliederte Struktur, auf der die revitalisierten Gebäude auf einem steinernen Plateau stehen. Die bestehenden südlichen Gebäude werden durch den Rückbau der beiden Anbauten des Pfarrheims und ein neues, maßstäblich passendes Gebäude miteinander verbunden. Der so gebildete T-förmige Baukörper gliedert die Außenbereiche in gut proportionierte Teilräume.
Eine großzügige Treppenanlage bildet das Entrée im Norden und leitet auf die Platzfläche. Diese Treppenanlage wird kontrovers diskutiert: Einerseits schafft sie eine großzügige, einladende Öffnung, andererseits orientiert sie sich nicht zur Dorfmitte, sondern zur Straße und zu einem gegenüberliegenden Gebäude. Die Beton-Umfassungsmauer inklusive des Treppeneingangs ist Teil des denkmalgeschützten Ensembles. Die großzügige Eingangssituation des Entwurfs wird kritisch gesehen, da in der vorgeschlagenen Form eine denkmalrechtliche Erlaubnis als schwierig gilt. Der barrierefreie Zugang ist zwar funktional über eine Rampe gewährleistet, deren Lage am westlichen Rand zwischen zwei Mauern wird jedoch kritisch hinterfragt.
Der südliche Bereich steht im deutlichen Kontrast dazu: Er ist landschaftlich geprägt und durch eine dichte Baumstellung gegliedert. Die Plandarstellung des Freiraums bleibt jedoch schematisch und zeigt keine klar erkennbaren Nutzungsstrukturen. Die gewünschte Durchwegung in Nord-Süd-Richtung ist durch die T-förmige Gebäudestellung sehr eng. Mit der durchgängigen Pflasterung im nördlichen Teil weist der Entwurf zudem einen hohen Versiegelungsgrad auf, was im Hinblick auf Ökologie und Versickerung kritisch gesehen wird.



