Mit der Revitalisierung eines ehemaligen Küsterhauses und eines historischen Vierkanthofes in Alt-Keyenberg entsteht ein neuer Ort für Kunst, Kultur und gemeinschaftliches Leben. Die Starke Projekte GmbH unterstützt den Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler bei der Entwicklung des Projekts und leistet damit einen Beitrag zur Umwandlung einer durch den Braunkohletagebau geprägten Ortsmitte in einen zukunftsorientierten Begegnungs- und Kreativstandort. 

Alt-Keyenberg gehört zu den Erkelenzer Dörfern, deren Zukunft durch den vorgezogenen Kohleausstieg neu bewertet wurde. Nachdem die ursprünglich geplante bergbauliche Inanspruchnahme entfällt, eröffnen sich neue Entwicklungsperspektiven für den Ort und seine historische Bausubstanz. Der Kunst- und Kulturhof soll dabei als ein Ankerprojekt der Dorfentwicklung wirken und die Revitalisierung der Ortsmitte fördern. 

Das Nutzungskonzept verbindet kulturelle, soziale und gemeinschaftliche Funktionen: Geplant sind Ateliers, Werkstätten und Ausstellungsflächen, ein von der Dorfgemeinschaft getragenes Café, Räume für die Projektverwaltung sowie Wohnmöglichkeiten für zeitweise vor Ort arbeitende Kunstschaffende. Die vorhandene Hofstruktur bleibt weitgehend erhalten und wird durch denkmal- und ressourcenschonende Umbaumaßnahmen an die neuen Nutzungen angepasst. 

Die Starke Projekte GmbH bringt dabei ihre Expertise in der Entwicklung komplexer Bestandsimmobilien und strukturwandelrelevanter Standorte ein. Ziel ist es, leerstehende Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen, die Aufenthaltsqualität im Ortskern zu stärken und einen Ort zu schaffen, der lokale Initiativen, Kunstschaffende und Besucherinnen und Besucher zusammenführt. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur städtebaulichen Erneuerung und zur Gestaltung des Strukturwandels im Rheinischen Revier.

Wissenswertes

Die Starke Projekte GmbH spielt eine Schlüsselrolle in der Unterstützung der Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier, insbesondere durch Beratung, Qualifizierung von Projekten, Beschaffung von Studien und Gutachten sowie Fördermittelmanagement. Dieses Engagement ist Teil des umfangreichen Programms zur Stadtentwicklung der Zukunft im Rheinischen Revier (STEP RR), das vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert wurde, um den durch den Kohleausstieg bedingten Strukturwandel positiv zu gestalten. Die Initiative soll einfache Verfahren und schlanke Prozesse ermöglichen und den Kommunen ermöglichen, jederzeit Förderanträge für Einzelmaßnahmen zu stellen, wodurch ein flexibler Rahmen für die Stadtentwicklung geschaffen wird.

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Rebekka Austermann, NRW.URBAN

Rebekka Austermann
Konzepte | Entwicklung

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