
In Niederzier konkretisieren sich die Pläne für das Ellbachzentrum. Bis Sommer 2025 fand ein Realisierungswettbewerb statt, bei dem aus ursprünglich 118 interessierten Architekturbüros – begleitet von der Starke Projekte GmbH des Landes Nordrhein-Westfalen – 20 ausgewählt wurden, um Entwürfe auszuarbeiten. Umgesetzt werden soll nun der Entwurf des Berliner Büros Mono Architekten in Kombination mit dem des ebenfalls in der Hauptstadt beheimateten Büros Planorama Landschaftsarchitektur für die Außengestaltung.

Ein Ort für Politik, Kultur und Musik
Basierend auf den Konzepten der beiden Berliner Büros, auf die die finale Wahl fiel, soll sich das nahezu kreisförmige, größtenteils aus Holz konzipierte Gebäude mit einem Durchmesser von 47,30 Metern an dessen Südseite Richtung Auestraße harmonisch in den Freizeitpark integrieren. Besonderes archiktetonisches Highligt ist der in das Foyer integrierte, offene und leicht elipsenförmige Innenhof, in dessen Mittelpunkt ein markanter Baum stehen soll – „als akustisch abgeschirmter, kontemplativer Ort für Pausen bei Veranstaltungen und im alltäglichen Betrieb“, wie es in der Beschreibung der Architekten heißt.
Das Ellbachzentrum wird mit einem eigenem kleinen Musiksaal, Unterrichts- und Lagerräumen auch die neue Heimat der Musikschule der Gemeinde, die seit Jahren mit ihrem umfangreichen Angebot im Bürgerhaus Huchem-Stammeln anderweitige Nutzungen erheblich einschränkt.
Im Herzstück des Rundbaus, einem ebenfalls elipsenförmigen Multifunktionssaal mit einer Kapazität von maximal 199 Personen, sollen in Zukunft Kulturveranstaltungen der Gemeinde, die bislang im beengten Atrium der Wasserburg (Altes Rathaus) oder im verwinkelten Bürgerhaus von Niederzier stattfinden, veranstaltet werden. Er ist für Jedermann barrierefrei erreichbar, abtrennbar und bietet die Option, ins Foyer geöffnet werden zu können. Außerdem sollen alle politischen Gremiensitzungen der Gemeinde dort stattfinden. Abgerundet wird die neue Begegnungsstätte damit, dass dort auch einen Teil der Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde untergebracht werden soll.

Visualisierungen: MONO Architekten

Wissenswertes
Die Starke Projekte GmbH spielt eine Schlüsselrolle in der Unterstützung der Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier, insbesondere durch Beratung, Qualifizierung von Projekten, Beschaffung von Studien und Gutachten sowie Fördermittelmanagement. Dieses Engagement ist Teil des umfangreichen Programms zur Stadtentwicklung der Zukunft im Rheinischen Revier (STEP RR), das vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert wurde, um den durch den Kohleausstieg bedingten Strukturwandel positiv zu gestalten. Die Initiative soll einfache Verfahren und schlanke Prozesse ermöglichen und den Kommunen ermöglichen, jederzeit Förderanträge für Einzelmaßnahmen zu stellen, wodurch ein flexibler Rahmen für die Stadtentwicklung geschaffen wird.


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Konzepte | Entwicklung
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