Das Projekt

Freiheit Emscher ist ein Kooperationsprojekt der Städte Essen und Bottrop sowie der RAG Montan Immobilien GmbH. NRW.URBAN betreut für die drei Auftraggeberinnen das Projektmanagement. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ende 2018 schloss die letzte aktive Ruhrgebietszeche „Prosper Haniel“ in Bottrop. Damit entstand an der Stadtgrenze zu Essen eine 16 Hektar große Bergbau-Brache, die im Rahmen des Projekt Freiheit Emscher einer neuen Nutzung zugeführt werden muss.

Weitere ehemalige Bergbau-Standorte:

  • die Welheimer Mark (33 Hektar)
  • das ehemalige Kohlelager Sturmshof (20 Hektar)
  • das ehemalige Kohlelager mit Hafen Coelln-Neuessen (40 Hektar)
  • ehemalige Zeche Emil-Emscher (40 Hektar)

Die insgesamt fünf Entwicklungsflächen mit einer Gesamtgröße von rund 150 Hektar befinden sich in einem Planungsraum von insgesamt 17 Quadratkilometern.

Standortvorteile

„Freiheit Emscher“ soll die neue Stadtlandschaft mitten im Ruhrgebiet heißen. Besonderes Potenzial sehen die Experten in der  Entwicklung der beiden ehemaligen Kohlelager nördlich und südlich des Rhein- Herne-Kanals. Die Wasserlage könnte unterschiedlichste Investoren locken: von wissens- und technologiebasierten Unternehmen bis zu Wohnungsbau, Gastronomie oder touristischen Angeboten ist hier vieles denkbar. Für die Leitbilder Städtebau und Freiraum schlagen die Planungsbüros vor, eine modulare Entwicklung des Gebiets zu verfolgen.

Regio.NRW

Mit Zuwendungsbescheid vom 19.05.2020 und Änderungsbescheid vom 20.05.2021 wurden den Kooperationspartnern Fördermittel aus dem Förderprogramm „Regio.NRW Wirtschaftsflächen“ bewilligt. Im Rahmen dieser Förderung sollen die zentralen infrastrukturellen Konzeptinhalte der Machbarkeitsstudie planerisch weiter vertieft werden. Zu den prioritären Infrastrukturmaßnahmen der Machbarkeitsstudie zählen der „Gewerbeboulevard“, die „Umwelttrasse“, der Aufbau eines leistungsfähigen Entwässerungssystems sowie die stärkere Vernetzung der Freiraumstrukturen. Nur mit diesem neuen infrastrukturellen Rückgrat ist eine funktionelle und leistungsstarke Erschließung des Projektgebietes und insbesondere der Potenzialflächen möglich. Das Förderprojekt „Regio.NRW Wirtschaftsflächen“ unterteilt sich in zwei Bausteine: den Masterplan Infrastruktur (graue, blaue und grüne Infrastrukturen) und die Umwelttrasse. Beide Projektbau-steine werden durch ein bereits beauftragtes Projektmanagement durch NRW.URBAN begleitet. Der Durchführungszeitraum endet am 31.12.2022.

Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (INSEK)

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (INSEK) Freiheit Emscher wurde im September 2022 fertiggestellt und in den Räten der Städte Essen und Bottrop beschlossen. Nach der Entlassung der Flächen aus der Bergaufsicht, sollen sie durch die Entwicklungsgesellschaft erworben und anschließend entwickelt und vermarktet werden.

Gründung der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft

Mit der Gründung der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft mbH gewinnt die Kooperation zwischen den Städten Bottrop und Essen sowie der Flächeneigentümerin RAG Montan Immobilien weiter an Dynamik. Die Gesellschaft nahm ihre Arbeit im April 2023 auf und präsentierte sich am 26. April 2023 auf der Stadtentwicklungsmesse Polis Convention 2023 in Düsseldorf im Rahmen einer Diskussionsrunde mit NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach. Im 1.700 Hektar großen Plangebiet liegen die letzten großen Flächenreserven im zentralen Ruhrgebiet, bereits Ende des Jahres wird die erste Bergbaufläche im Essener Norden saniert, aus der Bergaufsicht entlassen und für erste Ansiedlungen zur Verfügung stehen. Bis ca. 2030 sollen alle Flächen entwickelt sein, so das ambitionierte Ziel der neuen Gesellschaft.

Weitere Informationen

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website des Projektes:

Zur Freiheit Emscher Website

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Philipp Lemke
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