Zukunft gestalten zwischen Strukturwandel und Siedlungsentwicklung

Auf Grundlage der Planungen aus der Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ wurde eine umfassende städtebauliche Rahmenplanung für das Areal entwickelt. Parallel dazu entsteht in räumlicher Nähe das Baugebiet „Jüchen-West“, in dem auf rund 23 Hektar eine nachhaltige, qualitativ hochwertige und zugleich bezahlbare Siedlung realisiert wird. Unterstützt werden diese Projekte durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Initiative Go4Bauland.

Mit diesem Paket an vielfältigen Maßnahmen zeigt die Stadt Jüchen, wie eine innovative und nachhaltige Entwicklung den Strukturwandel im Rheinischen Revier voranbringen kann – ein Modell für die Zukunft urbaner Transformation. 

Visualisierung des zukünftigen bahnhofsquartiers in Jüchen
Visualisierungen: HJPplan+/Rendertaxi

Mit dem geplanten Stadtteil Jüchen-Süd auf ehemaligen Tagebauflächen, der Entwicklung von Jüchen-West sowie den Perspektiven der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2037 steht die Stadt Jüchen vor einem umfassenden Entwicklungsschub. Das Bahnhofsquartier nimmt dabei eine zentrale Rolle als zukünftiger Mobilitäts- und Ankunftsort ein. Als mögliches Eingangstor zur IGA und als Bindeglied zwischen den bestehenden Ortsteilen und neuen Siedlungsflächen soll der Bahnhof zu einem leistungsfähigen und attraktiven Mobilitätsknotenpunkt weiterentwickelt werden. Die städtebauliche Rahmenplanung für das Bahnhofsumfeld wurde inzwischen erfolgreich abgeschlossen.

Ein wichtiger Meilenstein ist die Unterzeichnung einer Planungsvereinbarung zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Jüchen zur Planung des Ersatzneubaus der Personenunterführung. Diese soll künftig den Ortskern mit dem neuen Stadtteil Jüchen-Süd verbinden und die barrierefreie Vernetzung der Entwicklungsflächen südlich der Bahntrasse verbessern. Das Projekt wurde durch die Starke Projekte GmbH mit Unterstützung von STARK-Fördermitteln qualifiziert. Die Begleitung der Rahmenplanung sowie die Abstimmung mit den beteiligten Akteuren bildeten hierfür die Grundlage.

Begleitend zur geplanten Einführung der S-Bahn-Linie 6, dem Ausbau des Rad- und Fußwegenetzes sowie der Entwicklung hochwertiger Landschaftsräume im Umfeld des Tagebaus Garzweiler soll der Bahnhaltepunkt deutlich aufgewertet werden. Ziel ist es, den Komfort für Fahrgäste zu erhöhen, die Nutzung des ÖPNV zu stärken und ergänzende Angebote wie Fahrradabstellanlagen und Kiss-&-Ride-Bereiche bedarfsgerecht auszubauen. Die Rahmenplanung wurde durch das Büro HJPplan+ erarbeitet.

Projektziele:

  • Verkehrliche Neuordnung 
  • Städtebauliche Integration 
  • Querung Bahntrasse/Autobahn 
  • ÖPNV-Anbindung 
  • Städtebauliche Aufwertung des Areals  
  • Nachhaltige Stadtentwicklung 

Maßnahmen:

  • Unterstützung der städtebaulichen Konzeption 
  • Begleitung der Rahmenplanung 
  • Qualifizierung des Projekts für die Akquise weiterer Fördermittel 

Wissenswertes

Die Starke Projekte GmbH spielt eine Schlüsselrolle in der Unterstützung der Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier, insbesondere durch Beratung, Qualifizierung von Projekten, Beschaffung von Studien und Gutachten sowie Fördermittelmanagement. Dieses Engagement ist Teil des umfangreichen Programms zur Stadtentwicklung der Zukunft im Rheinischen Revier (STEP RR), das vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert wurde, um den durch den Kohleausstieg bedingten Strukturwandel positiv zu gestalten. Die Unterstützung durch die Starke Projekte GmbH soll einfache Verfahren und schlanke Prozesse ermöglichen und den Kommunen ermöglichen, jederzeit Förderanträge für Einzelmaßnahmen zu stellen, wodurch ein flexibler Rahmen für die Stadtentwicklung geschaffen wird.

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Jessica Hupe, NRW.URBAN

Jessica Hupe
Konzepte | Entwicklung

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