Mit der Transformation des ehemaligen Union‑Geländes entwickelt Lippstadt ein zentrales Industrieareal zu einem lebendigen, identitätsstiftenden Stadtquartier weiter. Auf 11,9 Hektar entsteht ein urbanes Umfeld, das Arbeiten, Kultur, Freizeit und neue Mobilität miteinander verbindet. Die neuen Nutzungen, Wege-Verbindungen und die Anbindung durch die Südtangente stärken die Innenstadt und eröffnen neue Potenziale für Begegnung und wirtschaftliche Entwicklung.

Alte Industriegebäude auf dem Union-Gelände in Lippstadt
Fotos: Christian NIelinger
Alte Industriegebäude auf dem Union-Gelände in Lippstadt
Alte Industriegebäude auf dem Union-Gelände in Lippstadt
Alte Industriegebäude auf dem Union-Gelände in Lippstadt
Alte Industriegebäude auf dem Union-Gelände in Lippstadt

Ein Areal, das jahrzehntelang blockiert war

Das Gelände, einst industriell für die Drahtverarbeitung genutzt, war über Jahrzehnte Gegenstand festgefahrener Verhandlungen. Die privaten Eigentümer, die das Areal von Thyssenkrupp erworben hatten, setzten auf Wohnbebauung als renditestärkste Option. Doch die Altlastenbeseitigung für Wohnnutzung wäre sechs- bis achtmal teurer gewesen als bei anderen Nutzungsszenarien – ein wirtschaftliches Hindernis, das die Entwicklung lange lähmte. Gleichzeitig blieb ein zentrales Verkehrsproblem der Stadt ungelöst: Die Südtangente war politisch gewollt, aber ohne Flächenzugriff nicht realisierbar.

Unterstützung durch Bau.Land.Partner

Mit Bau.Land.Partner kam Bewegung in den Prozess. NRW.URBAN brachte den externen Blick und strukturierte das Verfahren: Standortinventur, Altlastenuntersuchungen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und eine intensive Interessenmoderation führten zu einem tragfähigen Gesamtkonzept. Dieses überzeugte schließlich auch die Eigentümer, sodass sie den Großteil des Geländes zu einem fairen Preis an die Stadt verkauften.

Seit 2024 ist Lippstadt Eigentümerin des Areals. Der Bebauungsplan wurde Anfang 2025 rechtskräftig und bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung sowie für Fördermittel und Planungsverfahren.

Im Inneren eines Industriegebäudes auf dem Union-Gelände in Lippstadt

Erste Projekte und neue Perspektiven

Ein Hotel der B&B‑Gruppe befindet sich bereits im Bau. Der charakteristische Bestand an Industriehallen wird zur identitätsstiftenden Bühne für Gastronomie, Veranstaltungen und lokale Akteure. Bürgerinnen und Bürger sollen in einem partizipativen Prozess mitgestalten, wie das Quartier künftig aussieht und wie die Industriegeschichte erlebbar bleibt.

Mit dem Flächenerwerb wurde zudem der Weg frei für die Südtangente: zwei Fahrspuren, 85 neue Bäume sowie Rad- und Fußwege entlasten künftig die Altstadt vom Durchgangsverkehr und verbessern die Mobilität im gesamten Stadtgebiet.

Ziele

  • Nachhaltige Reaktivierung eines innerstädtischen Industrieareals

  • Entwicklung eines urbanen Quartiers mit Veranstaltungs-, Arbeits- und Freizeitangeboten

  • Stärkung der Innenstadt durch Innen- vor Außenentwicklung

  • Klimasensible Stadtentwicklung durch Erhalt und Umnutzung von Bestandsgebäuden

Wissenswertes

Mit Bau.Land.Partner unterstützt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen Kommunen dabei, unter- oder ungenutzte Flächen wieder zu „Bauflächen“ zu machen, Nachfolgenutzungen zu prüfen und Standorte zu aktivieren. Dabei spielt die Einbindung und Mitwirkung der Eigentümerinnen und Eigentümer eine zentrale Rolle. Das dialogorientierte Verfahren von Bau.Land.Partner wird maßgeblich aus Landesmitteln getragen und durchgeführt durch die Projektleiterinnen und -leitern von NRW.URBAN.

Unser Auftrag

Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG  tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ihre Kontaktperson

Beate Preihs
Projektmanagement

Revierstraße 3,
44379 Dortmund
Tel.: 0231 4341.368

E-Mail schreiben