Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist das vorrangige Ziel der Gemeinde im Tecklenburger Land. Im Ortsteil Lotte-Büren sollen auf einer Fläche von rund 2,6 Hektar 100 bis 120 neue Wohnungen entstehen. Auch studentisches Wohnen und Kindergärten sind geplant. Mit der Nähe zu Osnabrück, aber auch zu Münster, bietet Lotte eine Entlastung für angrenzende Ballungsräume. Die Verfügbarkeit von Grundstücken ist ein wesentlicher Faktor, um mehr Wohnraum verwirklichen zu können.

Operative Unterstützung für die kommunale Baulandentwicklung

NRW.UBAN kooperiert mit der Gemeinde Lotte bei der Entwicklung des Gebietes als Entwicklungsgesellschaft auf Zeit im Rahmen der Kooperativen Baulandentwicklung. Die Landesgesellschaft übernimmt in Abstimmung mit der Gemeinde nicht nur den Ankauf der benötigten Flächen, sämtliche Planungsleistungen und die Projektkoordinierung, sondern auch den Bau der Erschließung und die spätere Vermarktung der Grundstücke. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt im Rahmen der Landesinitiative „Bau.Land.Leben.“ der Gemeinde für den arbeitsintensiven Prozess somit umfangreiche Unterstützungsleistungen zur Verfügung.

Harmonischer Übergang zum Bestand

Das Baugebiet wurde bisher landwirtschaftlich genutzt, schließt aber unmittelbar an vorhandene Wohnbauflächen, vorwiegend in Reihenhausbauweise, an.

Um einen harmonischen Übergang zur Bestandsbebauung zu schaffen, ist im Süden des Plangebietes daher ebenfalls eine Reihenhausbebauung vorgesehen. Der Geschosswohnungsbau ist am Eingang zum Quartier verortet, ebenso ein Kindergarten für die nahe Betreuung der Kleinsten. Eine gemeinschaftliche Grünfläche verbindet die Gebäude. Die Fläche soll an einen Investor über eine Konzeptvergabe veräußert werden. Innerhalb des Gebietes ist eine Bebauung sowohl mit Einzel-, als auch mit Doppelhäusern beabsichtigt. Der Übergang zur freien Landschaft wird durch eine Zeile mit lockerer Einfamilienhausbebauung sowie durch einen zehn Meter breiten, bepflanzten Grünstreifen definiert.

Dem Klimawandel gerecht werden

Eine Ringstraße erschließt das Plangebiet. Östlich des Kindergartens bildet eine Kiss-and-Ride-Zone die Mitte des neuen Quartiers. Hier bietet sich auch die Möglichkeit, Car-Sharing-Angebote und E-Ladesäulen im öffentlichen Raum zu verorten. Zur Entwässerung des Gebietes ist im Nord-Westen des Plangebietes ein Regenrückhaltebecken, das durch eine begrünte Retentionsfläche ergänzt wird, vorgesehen.

Neben den zahlreichen privaten Grünflächen am Kindergarten und dem Spielplatz sollen vorhandenen Bäume am Rand des Baugebiets erhalten bleiben. Vorgesehen ist darüber hinaus ein breiter, mit Waldbäumen bepflanzter Grünstreifen am Ost- und Nordrand des Gesamtgebietes. Für die Flachdächer sind Bepflanzungen vorgesehen, Schottergärten sind verboten. Dem Klimaschutz geschuldet ist zudem ein Verbot von festen und flüssigen Brennstoffen: Ofen, Öl- und Kaminheizungen sind unzulässig, ausgenommen sind Blockheizkraftwerke und Pelletöfen sowie „Einzelraum-Feuerstätten“, also Kaminöfen, die mit Holz oder Holzprodukten befeuert und nur gelegentlich für einen Raum genutzt werden.

Insgesamt werden im Baugebiet „Schafwinkel“ bis zu 120 Wohneinheiten geschaffen, etwa 50 Wohneinheiten davon durch Mittel der sozialen Wohnraumförderung. Der Bebauungsplan wird voraussichtlich Ende des Jahre 2021 rechtskräftig beschlossen und bekannt gegeben.

Projektziele

  • Schaffung von neuem, bezahlbaren Bauland
  • Attraktivierung der Gemeinde für potenzielle neue Bewohner
  • Entlastung der nahe liegenden Ballungszentren

Wissenswertes

Das Angebot der Kooperativen Baulandentwicklung unterstützt Kommunen bei der Mobilisierung und Entwicklung von Wohnbaugrundstücken, auf denen später vielfältige und qualitativ ansprechende Quartiere mit einem Anteil von mindestens 30 Prozent gefördertem Wohnungsbau entstehen werden. Die Übersicht zeigt, dass vor allem Städte und kleinere Kommunen oder Gemeinden im Speckgürtel von Metropolen und Ballungsräumen als Wohnstandort immer beliebter werden. So stärkt die Initiative Bau.Land.Leben eine ganze Region.

Ihre Ansprechpartnerin

Martina Lüggert
Projektmanagement

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