Das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Münster entwickeln gemeinsam ein rund 18 Hektar großes Modellquartier an der Busso-Peus-Straße im Stadtteil Gievenbeck. Auf dem größtenteils landeseigenen Areal, das sich nur wenige Fahrradminuten vom Domplatz entfernt ist, entsteht ein Stadtquartier, das bezahlbaren Wohnraum mit wissenschaftsbasierten Arbeitsplätzen verbindet. NRW.URBAN ist im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Münster  für die Entwicklung des Areals verantwortlich und bringt Planungsressourcen ein. So stärkt die Landesgesellschaft damit kommunale Planungsprozesse und bringt die Quartiersentwicklung voran. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert die städtebauliche Entwicklung (Gutachten und Untersuchungen) bis zur Aufstellung des Bebauungsplans.

Das Ziel: Wohnen, Wissenschaft und ein grünes Herzstück

Das Modellquartier MMQ 2 soll zeigen, wie zukunftsfähiger Städtebau aussehen kann: klimaresilient, funktional durchmischt und lebenswert. Ein zentraler Park bildet das räumliche Herzstück und schafft Aufenthaltsqualität für die heutigen und künftigen Bewohnerinnen und Bewohner Gievenbecks. Durch die schrittweise Ansiedlung von Forschungs- und Hochschuleinrichtungen leistet das Quartier zugleich einen Beitrag für den Wissenschaftsstandort Münster.

Zukunftsweisendes städtebauliches Konzept

Das Konzept setzt konsequent auf Klimaresilienz und stadtverträgliche Mobilität. Regenwasser wird nach dem Schwammstadtprinzip aufgefangen und zurückgehalten, Frischluftschneisen sorgen in heißen Sommern für Abkühlung. Ein Rundweg entlang bestehender Baumreihen und Wallhecken verbindet als grüner Ring die verschiedenen Quartierbereiche miteinander. Quartiersgaragen sollen Angebote wie Carsharing und Fahrradreparatur bündeln, die Anknüpfung an das dichte Fuß- und Radwegenetz in Münster wird eine gute Alltagsmobilität auch ohne eigenes Auto sicherstellen. 

Grundlage der Entwicklung ist das Konzept der österreichischen Planungsgemeinschaft aus Albert Wimmer ZT GmbH, Knollconsult Umweltplanung ZT GmbH und Zeleny Infrastrukturplanung, das sich 2024 in einem städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerb durchgesetzt hat. Auf Basis dieses Entwurfs wird derzeit der städtebauliche Rahmenplan finalisiert. Dieser bildet die Grundlage für den Bebauungsplan und die spätere Erschließung.  

Das Areal an der Busso-Peus-Straße ist eines von fünf geplanten Modellquartieren in Münster mit insgesamt über 130 Hektar. Weitere Quartiere entstehen an der Steinfurter Straße (49 ha) sowie entlang des Dortmund-Ems-Kanals (20, 11 und 25 ha).

Wettbewerbsentwurf Münster MMQ2
Planung: Albert Wimmer ZT-GmbH, Stadtplanung, Wien mit Knollconsult Umweltplanung ZT GmbH, Landschaftsarchitektur, Wien sowie ZT-Büro Zeleny Infrastrukturplanung, Entwässerungsplanung, Traismauer

Leistungen von NRW.URBAN

NRW.URBAN übernimmt im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen folgende Kernleistungen:  

  • Steuerung der Quartiersentwicklung und Abstimmung der Inhalte mit der Stadt Münster 
  • Steuerung der Finalisierung des städtebaulichen Rahmenplans 
  • Beauftragung von Gutachten und Untersuchungen 
  • Begleitung der Bebauungsplanaufstellung 
  • Planung und Durchführung der Baureifmachung und Erschließung 
  • Vergabe der Grundstücke

Erster Schritt: Forschungseinrichtung des Fraunhofer IME

Den Auftakt bildet das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME). Im nördlichen Teil des Areals am Gievenbecker Weg plant das Institut bis 2030 den Bau einer neuen Forschungseinrichtung – der erste von mehreren geplanten Wissenschaftsstandorten im Quartier. 

Wissenswertes

In diesem Projekt arbeitet die NRW.URBAN GmbH & Co. KG im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie bewirtschaftet, entwickelt und verwertet entbehrliche Landesliegenschaften aus dem Portfolio des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Digitalisierung und Bau des Landes Nordrhein-Westfalen.

Unser Auftrag

Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG  tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ihre Kontaktpersonen

Tanja Fischer, NRW.URBAN

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Uwe Käbe, NRW.URBAN

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Konzepte | Entwicklung

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