Industriegeschichte mit prägendem Erbe
Die Geschichte des Standorts reicht bis ins Jahr 1868 zurück, als die Gießerei Basse & Selve hier ihr Werk betrieb. Über Jahrzehnte war der Schwarzenstein ein Motor industrieller Entwicklung – mit bis zu 3.500 Beschäftigten in seinen Hochzeiten. Nach wechselvollen wirtschaftlichen Entwicklungen und Fusionen verlor der Standort jedoch zunehmend an Bedeutung, bis das Werk 1980 endgültig geschlossen wurde. Zurück blieben prägende, teils denkmalwürdige Gebäude – aber auch bauliche Missstände und ungenutzte Flächen.
Neue Impulse für alte Hallen
Im Rahmen der Landesinitiative Bau.Land.Leben und des Unterstützungsangebots Bau.Land.Partner+ hat die Stadt Altena gemeinsam mit NRW.URBAN seit Januar 2023 an einer tragfähigen Zukunftsvision für das Areal gearbeitet. Ziel war es, realistische Nutzungsoptionen für Wohnen, Arbeiten und touristische Angebote zu entwickeln, Vandalismus und Gefahren zu minimieren und den Stadteingang städtebaulich aufzuwerten.
Ein zentraler Baustein war die Erarbeitung einer Rahmenplanung. Dafür wurden alle relevanten Gutachten – von Boden- und Artenschutz über Verkehr bis hin zu Rückbau- und Standsicherheitsfragen – erstellt und in die Planung integriert. Im Fokus standen insbesondere der mögliche Erhalt der Verwaltungsgebäude, markante Teile der ehemaligen Gießerei, Umgang mit denkmalgeschützten Bauteilen sowie der Rückbau nicht erhaltenswerter Strukturen.
Mit klarem Blick nach vorne
Nach der positiven Vorstellung der Rahmenplanung im Stadtentwicklungsausschuss geht das Projekt nun in die nächste Phase: Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird konkretisiert und Gespräche zu möglichen Förderperspektiven werden angestoßen. Aus einem industriellen Erbe kann hier Schritt für Schritt eine neue Zukunftsperspektive entstehen – mit Respekt vor der Geschichte und einem klaren Blick nach vorn.
Wissenswertes
Das Unterstützungsangebot Bau.Land.Partner+ knüpft da an, wo Bau.Land.Partner aufhört: Auf Basis grundsätzlicher Erkenntnisse zu den Standortperspektiven wird die Kommune bei einem risikoarmen Flächenerwerb unterstützt. So können Städte und Gemeinden Entwicklung aus eigener Hand vorantreiben, wo dies durch die bisherige Eigentümerin oder den Eigentümer nicht möglich ist. Das Unterstützungsangebot betrachtet Flächen, die einen erhöhten Aufklärungsbedarf haben und ohne fundierte Planungen und eine Förderperspektive nicht reaktiviert werden können. Grundvoraussetzung ist die Bereitschaft der Eigentümerin oder des Eigentümers, die Fläche an die Kommune oder an eine kommunale Tochter zu veräußern.
Unser Auftrag
Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ihre Kontaktperson


Klaus-Dieter Büttner
Konzepte | Entwicklung
Revierstraße 3,
44379 Dortmund
Tel.: 0231 4341.276





