
Foto: Stadt Jüchen
Mit der Unterzeichnung einer Planungsvereinbarung zwischen der Stadt Jüchen und der DB InfraGO AG am 4. August 2026 wurde ein bedeutender Schritt für die Zukunft des Bahnhofs Jüchen und des Bahnhofumfelds mit der Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft vollzogen.
Im Rahmen des Strukturwandelprojektes „S-Bahnausbau S6 Köln-Mönchengladbach“ über das Investitionsgesetz Kohleregion (InvKG) baut die DB In-fraGO AG die Bahnhöfe in Jüchen barrierefrei um. Auf Wunsch der Stadt Jüchen sollen die Planungen der Bahn so weiterentwickelt werden, dass der Bahnhaltepunkt Jüchen unter Einsatz von Strukturwandelmitteln zu einem modernen und attraktiven Mobilitätsknotenpunkt ausgebaut wird.
Der Bahnhaltepunkt soll als Scharnier zwischen dem gewachsenem Zentrum Jüchens und der Tagebaufolgelandschaft mit dem geplanten Stadtteil Jüchen-Süd fungieren. Der Bereich soll als Ankunftsort der dezentralen Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2037 für die Region eine wichtige Rolle übernehmen. Die Vereinbarung mit der DB InfraGO umfasst dabei den nördlichen Teil des Bahnhaltepunkts mit einer deutlich verbesserten, barrierefreien und breiten Zugangssituation und Unterführung für Passantinnen und Passanten aus Richtung des Stadtzentrums.
Der Stadt Jüchen wurde die Vereinbarung mit Hilfe der Starke Projekte GmbH – ein Unterstützungsangebot des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Fördermitteln des Bundes und des Landes ermöglicht: Sie hat die Qualifizierung des Projekts maßgeblich begleitet. Mit Unterstützung von STARK-Fördermitteln konnten eine städtebauliche Rahmenplanung erarbeitet und die notwendigen Abstim-mungsprozesse zwischen den beteiligten Akteuren mit fachlicher Unterstützung durch die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH erfolgreich durchgeführt werden.
„Die Unterzeichnung der Planungsvereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung des Bahnhofs Jüchen. Mit dem neuen Bahnhof als Mobilitätsknotenpunkt und städtebaulicher Schnittstelle zwischen Alt und Neu wird ein zentrales Element für die Vernetzung von Wohnen, Mobilität und Freiraumentwicklung im Zuge des Strukturwandels im Rheinischen Revier geschaffen“, so Bürgermeister Philipp Sieben.
Mit dem heutigen Schritt beginnt die nächste Phase des Projekts. Gegenstand der geschlossenen Vereinbarung sind erste Planungen (Leistungsphasen 1 & 2 nach HOAI) des barrierefreien Ersatzneubaus mit einer attraktiven Zugangssituation aus Richtung des Stadtzentrums mit einer großzügigen Rampe und einer breiten Unterführung zu den Bahnsteigen. Zu den weiteren anstehenden Aufgaben für die Stadt Jüchen gehören die weitere Konkretisierung der Planungen, die Vorbereitung und Einreichung eines investiven Förderantrags im Programm STEP Rheinisches Revier sowie die Neuplanung des südlich gelegenen Abschnittes, der Unterführung unter der Autobahn 46.
Mit diesem Bündel an Maßnahmen zeigen die Stadt Jüchen, die DB InfraGO AG und die Starke Projekte GmbH, wie innovative Stadtentwicklung und nachhaltige Infrastrukturprojekte den Strukturwandel im Rheinischen Revier erfolgreich gestalten können. Die Entwicklung rund um den Bahnhof wird dabei zu einem beispielhaften Modell für die Transformation ehemaliger Tagebaulandschaften und die Schaffung zukunftsfähiger Lebens- und Mobilitätsräume.
Wissenswertes
Die Starke Projekte GmbH spielt eine Schlüsselrolle in der Unterstützung der Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier, insbesondere durch Beratung, Qualifizierung von Projekten, Beschaffung von Studien und Gutachten sowie Fördermittelmanagement. Dieses Engagement ist Teil des umfangreichen Programms zur Stadtentwicklung der Zukunft im Rheinischen Revier (STEP RR), das vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert wurde, um den durch den Kohleausstieg bedingten Strukturwandel positiv zu gestalten. Die Initiative soll einfache Verfahren und schlanke Prozesse ermöglichen und den Kommunen ermöglichen, jederzeit Förderanträge für Einzelmaßnahmen zu stellen, wodurch ein flexibler Rahmen für die Stadtentwicklung geschaffen wird.




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Jessica Hupe
Konzepte | Entwicklung
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