Visualisierung: Reicher Haase Assoziierte
Die Stadt Gladbeck nimmt den Bahnhof West und die Ringeldorfer Straße genauer in den Blick. Hier sollen untergenutzte Flächen für eine nachhaltige und qualitätsvolle Entwicklung aktiviert werden. Hierfür wurde Gladbeck in das Programm Bau.Land.Partner des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen.
Der Erste Beigeordnete und Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer unterzeichnete am 18. September 2026 die Konsensvereinbarung zwischen der Stadt Gladbeck und NRW.URBAN, die als Landestochter nun u.a. die Kommunikation mit den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie die Standortaufklärung übernimmt. Beide Standorte stellen wichtige Bausteine in den Bemühungen da, städtebauliche Entwicklungen im Innenbereich voranzutreiben und gleichzeitig die Siedlungsränder zu schonen.
Das heutige Erscheinungsbild des Bahnhofs West sowie seine funktionale Ausstattung werden den gewachsenen Anforderungen nicht mehr gerecht. Insbesondere die Verknüpfung von Verkehr, Aufenthaltsqualität und städtebaulicher Gestaltung soll künftig durch eine neue Rahmenplanung in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Planungsbüro Reicher Haase Assoziierte deutlich verbessert werden. Ein zentraler Baustein ist dabei die Entwicklung eines attraktiven Bahnhofsplatzes, der als Eingangstor zur Stadt dient und eine klare, barrierearme Verbindung in Richtung Innenstadt schafft.
Die Umsetzung der Rahmenplanung soll schrittweise in einzelnen Projektbausteinen erfolgen: Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Park-and-Ride-Anlage, die Entwicklung neuer Wohnbebauung auf dem Areal des aktuellen GWG-Immobilienbestandes sowie die Errichtung einer modernen Radstation. Unterstützt wird die Stadt dabei unter anderem durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft BEG NRW (Teil von NRW.URBAN). Durch die Aufnahme des sogenannten ,,Kaisergrundstücks“ – ein Schlüsselgrundstück auf dem Bahnhofsareal – in das Programm Bau.Land.Partner der NRW-Landesinitiative Go4Bauland soll der Austausch mit dem Eigentümer intensiviert und eine gemeinsame Perspektive für dessen zukünftige Entwicklung und Einbindung in die übergeordnete Rahmenplanung geschaffen werden.
Die Fläche am Schnittpunkt von Ringeldorfer Straße und Landstraße ist Teil von 37° Nordost. Während für den Großteil des Plangebietes im Jahr 2026 ein Rahmenplan fertiggestellt wurde, bestehen für den Bereich nördlich der Ringeldorfer Straße noch keine Entwicklungsperspektiven. Mit Blick auf den vorgesehenen Ausbau des B224 zur A52 und die bestehende Gemengelage aus Wohnen und störendem Gewerbe sollen nun Ideen für eine Aufwertung des Standortes gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern erarbeitet werden. Der gesamte Bereich nördlich der Ringeldorfer Straße zwischen Landstraße und Bahntrasse ist darüber hinaus als Sanierungsgebiet vorgesehen.
Mit Unterzeichnung der Konsensvereinbarung ist auch der Startschuss für die direkte Kontaktaufnahme mit den betroffenen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern gefallen: Erst das offizielle Bekenntnis der Kommune zur Mitwirkung ist die Voraussetzung für die weitere Vorgehensweise. In einem dreistufigen Verfahren sollen jetzt die Interessen der Kommune und der Eigentümerinnen und Eigentümer geklärt, mögliche Hindernisse überwunden und neue Perspektiven gemeinsam definiert werden. NRW.URBAN – als neutrale Akteurin – wird dabei die nötige Aufklärungsarbeit, Verfahrensorganisation und -moderation leisten.
Wissenswertes
Mit Bau.Land.Partner unterstützt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen Kommunen dabei, unter- oder ungenutzte Flächen wieder zu „Bauflächen“ zu machen, Nachfolgenutzungen zu prüfen und Standorte zu aktivieren. Dabei spielt die Einbindung und Mitwirkung der Eigentümerinnen und Eigentümer eine zentrale Rolle. Das dialogorientierte Verfahren von Bau.Land.Partner wird maßgeblich aus Landesmitteln getragen und durchgeführt durch die Projektleiterinnen und -leitern von NRW.URBAN.
Unser Auftrag
Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
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