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Spatenstich in Schophoven: Sichtachse Gut Müllenark nimmt Gestalt an

By 28. September 2026September 29th, 2026No Comments6 Minuten Lesezeit
Spatenstich Sichtachse Gut Müllenark Inden-Schophoven

Im Indener Ortsteil Schophoven nimmt ein zentraler Baustein des Strukturwandels konkrete Gestalt an: Mit der Sichtachse Gut Müllenark entsteht ein offener, parkähnlicher Grünraum, der den historischen Gutshof mit der künftigen Seekante des Indesees verbindet. Die Grünachse bildet das Rückgrat der städtebaulichen Entwicklung Schophovens als „Ort der Zukunft“ im Rheinischen Revier. Zugleich ist sie ein erster Baustein der künftigen Erholungslandschaft rund um den Indesee, die vor allem den Menschen vor Ort neue Freiräume und Lebensqualität bieten soll.

Zum offiziellen Spatenstich am 25. September kamen rund 90 Gäste. Unter ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung, der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, weiterer Projektpartner und regionaler Institutionen sowie von Vereinen und Gruppen aus Schophoven.

Grundlage für die Umsetzung ist der Siegerentwurf des freiraumplanerischen Wettbewerbs 2023 des Büros Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg. Unter dem Titel „Wege zum See – den Wandel erlebbar machen“ sieht das Konzept vor, Schophoven stärker zum künftigen Indesee zu öffnen und als attraktiven Wohn- und Aufenthaltsort weiterzuentwickeln.

Bereits in der Vorbereitung wurde die Entwicklung der Sichtachse eng mit den Menschen vor Ort abgestimmt. Bürgerinnen und Bürger aus Schophoven haben sich in Workshops, Begehungen und im Rahmen der Wettbewerbsjurierung aktiv eingebracht. Ihre Ideen und Prioritäten sind in die Planung eingeflossen und tragen dazu bei, dass die Grünachse nicht nur als landschaftsarchitektonisches Projekt entsteht, sondern als neuer Freiraum, mit dem sich der Ort identifizieren kann.

Geschichte mit Blick nach vorn

„Die Sichtachse Gut Müllenark ist für Schophoven weit mehr als ein Grünprojekt. Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Strukturwandel vor Ort ankommt“, sagt Bürgermeister Stefan Pfennings. „Hier verbinden sich die Geschichte unseres Ortes, die Erfahrungen mit dem Tagebau und die Perspektive auf den künftigen Indesee. Für die Menschen in Schophoven entsteht ein neuer Freiraum, der Identität stiftet, Lebensqualität schafft und den Blick nach vorn öffnet.“

Die Gesamtkosten für die Umsetzung der Sichtachse Gut Müllenark belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Das Projekt wird im Rahmen der Strukturwandel-Förderung von Bund und Land mit insgesamt 97,5 Prozent unterstützt; die Förderung erfolgt über das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD). Die Gemeinde Inden trägt einen Eigenanteil von 2,5 Prozent. Der hohe Förderanteil eröffnet die Möglichkeit, über eine rein funktionale Wegeführung hinauszugehen und in Schophoven einen dauerhaft hochwertigen öffentlichen Freiraum zu schaffen, der den Menschen vor Ort unmittelbar zugutekommt. Bei der Planung und Umsetzung des Projekts wird die Gemeinde maßgeblich von NRW.URBAN und die Starke Projekte GmbH unterstützt.

„Unser Anspruch ist es, die Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier bestmöglich bei der Bewältigung des Strukturwandels zu unterstützen“, sagt Henk Brockmeyer, Geschäftsführer von NRW.URBAN. „Schophoven ist ein gutes Beispiel dafür, wie durch die enge Verzahnung von kommunalem Engagement, Bürgerbeteiligung und gezielter Förderung nachhaltige Entwicklung ermöglicht wird. Mit der Starke Projekte GmbH schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass solche Vorhaben effizient qualifiziert, gefördert und umgesetzt werden können.“

Spatenstich Sichtachse Gut Müllenark Inden-Schophoven, Foto: Gemeinde Inden / Jenö Gellinek
Fotos: Gemeinde Inden / Jenö Gellinek
Spatenstich Sichtachse Gut Müllenark Inden-Schophoven, Foto: Gemeinde Inden / Jenö Gellinek

Parklandschaft mit Geschichte und Zukunft

Die Grünachse nimmt ihren Ausgang am denkmalgeschützten Gut Müllenark, das Schophoven über Jahrhunderte geprägt hat. Von dort öffnet sich künftig ein zusammen-hängender, großzügig gestalteter Grünraum in Richtung der entstehenden Seekante. Die neue Verbindung bewahrt die historische Dimension des Ortes und richtet Schophoven zugleich auf die Zukunft am Indesee aus.

Entlang der Promenade wird die Geschichte des Ortes sichtbar: Elemente zur Kohleförderung erinnern an die Vergangenheit Schophovens. Gleichzeitig entstehen neue Plätze zum Verweilen und Begegnen sowie ein Aktiv-Ort mit frei zugänglichen Fitnessgeräten. So wird die Sichtachse zu einem Ort, an dem die Menschen gemeinsam Zeit verbringen, sich bewegen, erholen und den Wandel der Landschaft unmittelbar erleben können.

„Schophoven soll sich nicht nur baulich weiterentwickeln, sondern auch seinen besonderen Charakter behalten“, sagt Janika Ketzler, Projektmanagerin in der Stabsstelle Strukturwandel der Gemeinde Inden. „Gut Müllenark, die Geschichte des Dorfes und die künftige Lage am See gehören zusammen. Die Sichtachse macht genau diese Verbindung sichtbar.“

Spatenstich Sichtachse Gut Müllenark Inden-Schophoven, Foto: Gemeinde Inden / Jenö Gellinek

Zwei Planungsareale – ein gemeinsames Ziel

Der erste Bauabschnitt der Grünachse soll bis September 2027 weitgehend fertiggestellt werden. Das Projektgebiet teilt sich in zwei Bereiche: Zwischen Gut Müllenark und der Schlichstraße entsteht eine parkähnliche Sichtachse mit Wegen, Rasen- und Wiesenbändern sowie kleineren Aktivitätsbereichen. Zwischen der Schlichstraße und der künftigen Seekante wird zunächst eine niedrigschwellige Übergangsgestaltung umgesetzt. In den 2030er-Jahren erfolgt dann die Ausarbeitung der Uferzonen, die auf den steigenden Wasserspiegel des Indesees und die künftige Marina abgestimmt ist.

Die Sichtachse fügt sich in die Entwicklung der künftigen Erholungslandschaft rund um den Indesee ein, die von der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH gemeinsam mit den Kommunen der Region vorangetrieben wird.

Wissenswertes

Uns ist es in die DNA eingeschrieben, nachhaltige Konzepte für Wohnen, Arbeiten und Mobilität zu entwickeln sowie heute schon die Regionen von morgen zu planen – auch im Rheinischen Revier. Da der Strukturwandel und die Energiewende im Rahmen des beschlossenen Kohleausstiegs die Kommunen im Rheinischen Revier vor große Herausforderungen stellen, hat die Landestochter NRW.URBAN für diese besondere Aufgabe die Starke Projekte GmbH ins Leben gerufen. Im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen entlastet sie die Kommunen durch Beratung und die Beschaffung gutachterlicher Expertisen und Planungsleistungen für städtebauliche, strukturwirksame Projekte. In dem Kontext stellt sie ein zentrales Fördermittelmanagement für nicht-investive Leistungen bereit. Damit geht nicht nur eine finanzielle, sondern auch personelle Unterstützung der Kommunen und eine Beschleunigung der Antragsprozesse im Rheinischen Revier einher.

Ihre Kontaktperson

Ulrike Holtel, NRW.URBAN

Ulrike Holtel
Konzepte | Entwicklung

Hansaallee 299,
40549 Düsseldorf
Tel.: 0211 54238.232

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