
Die Stadt Monschau hat sich im Jahr 2024 mit der Fläche der ehemaligen Elwin-Christoffel-Realschule für die Landesinitiative Go4Bauland beworben. Ziel war es, eine fundierte Einschätzung darüber zu erhalten, welche Entwicklungsmöglichkeiten das rund 15.000 Quadratmeter große Areal bietet. Die Schule, die 2018 ihren Betrieb einstellte, liegt in einem landschaftlich attraktiven, zugleich aber topografisch anspruchsvollen Abschnitt des Laufenbachtals in der Eifel. Die Frage nach einer zukünftigen Nutzung war lange offen.
Im Rahmen des Unterstützungsangebots Bau.Land.Partner+ wurde ein Strukturkonzept beauftragt und verschiedene Nutzungsvarianten mit Fokus auf den Erhalt der vorhandenen Gebäudestrukturen durch das Planungsbüro De Zwarte Hond erarbeitet.

Fotos: Christoph Kniel
Erkenntnisse aus der Untersuchung
Die Analyse zeigt, dass das Areal aufgrund seiner Lage und der Gebäudestruktur aus den 1960er-Jahren nur eingeschränkt für bestimmte Nutzungen geeignet ist. Die Höhenunterschiede zwischen den Gebäuden, die Erreichbarkeit sowie der energetische Zustand erschweren eine wirtschaftliche Umnutzung. Während das Hauptgebäude aufgrund seiner Konstruktion grundsätzlich weiterentwickelt werden kann, wären andere Gebäudeteile nur mit erheblichem Aufwand nutzbar und werden daher langfristig als rückbaubedürftig eingestuft.
Mit Abschluss des Projekts verfügt die Stadt Monschau nun über eine klare fachliche Grundlage, um über die Zukunft des Geländes zu entscheiden. Die Ergebnisse ermöglichen eine realistische Einschätzung der Potenziale und Grenzen des Standorts und bilden damit die Basis für die weiteren politischen Beratungen.


Go4Bauland: Unterstützung für Kommunen in ähnlichen Situationen
Der Fall Monschau zeigt, wie die Initiative Go4Bauland Kommunen dabei unterstützt, komplexe oder brachliegende Flächen systematisch zu betrachten und belastbare Entscheidungsgrundlagen zu erhalten. Kommunen, die vor vergleichbaren Herausforderungen stehen, können sich im Rahmen des aktuellen Bewerbungsaufrufs mit ihren Standorten beteiligen. Vor einer Bewerbung findet ein unverbindliches Qualifizierungsgespräch statt, in dem Fragen zur Eignung der Flächen, zu lokalen Rahmenbedingungen und zu möglichen Anschlussoptionen geklärt werden.
Die Frist für den aktuellen Bewerbungsaufruf ist der 31. März 2026. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Wissenswertes
Das Unterstützungsangebot Bau.Land.Partner+ knüpft da an, wo Bau.Land.Partner aufhört: Auf Basis grundsätzlicher Erkenntnisse zu den Standortperspektiven wird die Kommune bei einem risikoarmen Flächenerwerb unterstützt. So können Städte und Gemeinden Entwicklung aus eigener Hand vorantreiben, wo dies durch die bisherige Eigentümerin oder den Eigentümer nicht möglich ist. Das Unterstützungsangebot betrachtet Flächen, die einen erhöhten Aufklärungsbedarf haben und ohne fundierte Planungen und eine Förderperspektive nicht reaktiviert werden können. Grundvoraussetzung ist die Bereitschaft der Eigentümerin oder des Eigentümers, die Fläche an die Kommune oder an eine kommunale Tochter zu veräußern.
Unser Auftrag
Hier ist die NRW.URBAN GmbH & Co. KG tätig für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ihre Kontaktperson
