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Der NRW.URBAN Jahresrückblick 2025

By 17. Dezember 2025No Comments12 Minuten Lesezeit

Die Zukunft lebt von dem, was wir aus der Vergangenheit machen.

2025 war für NRW.URBAN ein Jahr voller Bewegung: mit neuen Projekten, Meilensteinen und zahlreichen Entwicklungsaufgaben in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern haben wir erneut gezeigt, wie wirkungsvolle Stadtentwicklung gelingt – mit klarem Fokus auf Zukunftsfähigkeit, regionaler Verantwortung und der Gestaltung lebenswerter Räume. Begleiten Sie uns nun auf eine kleine Reise durch dieses ereignisreiche Jahr.

Januar

Der Jahresauftakt stand im Zeichen unserer Rolle als zuverlässiger Partner für Kommunen: In einem Interview erläuterten unsere Geschäftsführer Henk Brockmeyer und Ludger Kloidt, wie NRW.URBAN Städte dabei unterstützt, neue Wohn- und Gewerbeflächen zu entwickeln und Projekte auch mit knappen Ressourcen voranzubringen.

Ein wichtiger Meilenstein folgte kurz darauf in Grevenbroich: Mit der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags für die „Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH“ startete offiziell die Transformation des ehemaligen Kraftwerksstandorts. Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir dort die Grundlage für einen zukunftsorientierten Innovations- und Gewerbestandort im Rheinischen Revier.

Nachnutzung im Fokus

Das Kraftwerk Frimmersdorf war einst der größte Braunkohlestandort der Welt. Der gesamte Standort hat seit Bestehen fast 1.000 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt – genug, um Düsseldorf 250 Jahre unter Strom zu halten. Die sukzessive Stilllegung begann 1988, im Jahr 2017 wurden schließlich aber die letzten beiden Blöcke abgeschaltet. In 2021 endete die Ära der Braunkohleverstromung in Frimmersdorf. Die Revitalisierung des Standortes setzt das klare Zeichen in Richtung einer Digitalregion mit neuen Arbeitsplätzen, die für die Zukunft gerüstet ist. Bild: Christoph Kniel

Digitalpark mit Rechenzentrum

Der traditionsreiche Energiestandort soll zu einem modernen Digitalpark mit Rechenzentrum und ergänzenden Gewerbeflächen transformiert werden. Im zentralen Kraftwerksgebäude soll ein Rechenzentrum auf mehr als 20.000 Quadratmetern für den Landesbetrieb IT.NRW errichtet werden. Auch die Ansiedlung digitalaffiner Unternehmen auf dem Areal ist möglich. Visualisierung: Böll Architekten

Zentrale Gebäude sollen als Baudenkmal erhalten bleiben und Teil eines Denkmalpfads werden. Die Rahmenplanung für den Standort ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Visualisierung: Böll Architekten

Ein aktuell laufendes Investorenauswahlverfahren überführt das vorliegende städtebauliche Konzept in die Umsetzungsphase. Perspektivisch soll auf dem Gelände ein digitalwirtschaftliches Ökosystem entstehen, das neue Arbeitsplätze, innovative Forschung und nachhaltige Stadtentwicklung miteinander verbindet. Visualisierung: Böll Architekten

Februar

Wir unterstützen Kommunen bei vielfältigen Problemlagen – von schwierigen, vorgenutzten Standorten bis hin zur Entwicklung neuen Baulands für das Wohnen. Ein zentraler Baustein dabei ist das Programm Bau.Land.Partner+, mit dem wir Kommunen bei der Aktivierung und Weiterentwicklung von Potenzialflächen gezielt begleiten.

Im sauerländischen Finnentrop wurde mit der Konsensvereinbarung zur ehemaligen Fleischwaren-Produktionsstätte der Firma Metten ein wichtiger Schritt zur Aktivierung der brachliegenden Fläche gemacht. Perspektivisch soll dort durch die Unterstützung von Bau.Land.Partner+ eine lebendige Adresse entstehen – mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für die Gemeinde. Ein weiterer Höhepunkt war der Spatenstich im Quartier „Schafwinkel“ in der Gemeinde Lotte in Westfalen: Hier entstehen 120 neue Wohnungen, darunter ein hoher Anteil geförderter Einheiten – ein starkes Beispiel dafür, wie Go4Wohnen – kooperative Baulandentwicklung bezahlbaren Wohnraum möglich macht.

Ministerinnentermin - Ehemalige Wurstfabrik Metten in Finnentrop
In den Felsen gebaut: Ehemalige Wurstfabrik der Firma Metten, bekannt für die Wurstspezailität „Dicke Sauerländer.“ Das „Filetgrundstück“ ist prädestiniert für attraktive Wohnungen, insbesondere könnten auch Konzepte für Seniorenwohnen integriert werden. Bild: Franklin Berger
Spatenstich Kooperative Baulandentwicklung Lotte
120 Wohneinheiten im Quartier Schafwinkel der Gemeinde Lotte – rund die Hälfte im geförderten Bereich: im Februar kam Bauministerin Ina Scharrenbach (MHKBD NRW) zum ersten Spatenstich. Damit werden auch die angespannten Wohnungsmärkte Münster und Osnabrück entlastet. Bild: Marius Jacoby. Inzwischen wird dort bereits gebaut (siehe rechts), Bild: NRW.URBAN
Baugebiet Schafwinkel in Lotte

März

Im März stand die Frage im Mittelpunkt, wie aus Ideen konkrete Zukunftsbilder werden. Im westfälischen Warburg wurden neue Weichen gestellt für die Innenstadtentwicklung gestellt. Der Rahmenplan des Bau.Land.Partner+ Projektes zeigt, wie das ehemalige Zuckerfabrikgelände zur städtebaulichen Aufwertung des Bahnhofsumfelds beitragen kann und neue Perspektiven für Wohnen und Arbeiten eröffnet. In Eschweiler brachten rund 1.000 Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen für das neue Begegnungszentrum am ehemaligen Indestadion ein – wichtige Impulse, die die Stadt Eschweiler im Rheinischen Revier mit Unterstützung der Landesregierung in die konkrete Planung überführt. In Merzenich wiederum wurden im Rahmen einer Planungswerkstatt zentrale Bausteine für den Masterplan des „Dorfs der Zukunft“ Bürgewald erarbeitet – für die Revitalisierung des ehemaligen Braunkohledorfes Morschenich am Tagebau Hambach.

Impulse für das ehemalige Zuckerfabrik-Gelände

Offen und großzügig gestaltet mit einer intelligenten Verknüpfung verschiedener Mobilitätsarten – so könnte sich das Bahnhofsumfeld in Warburg in Zukunft präsentieren. Mit dem Ankauf des Fabrikgeländes könnte die Stadt Warburg das gesamte Areal nachhaltig umgestalten und einen offenen, einladenden Bahnhofseingang zu schaffen.  Visualisierung: plan-lokal

Morschenich-Alt – Ort der Zukunft

So steht es auf dem Ortseingangsschild eines kleinen Orts in der Gemeinde Merzenich im Kreis Düren. Das ehemalige Braunkohletagebaudorf bietet eine einzigartige Perspektive, ein Reallabor für eine zukunftsgerechte Stadt- oder Dorfplanung zu schaffen, in dem innovative Konzepte für Energie, Mobilität und Gemeinschaft ausprobiert und auf Realisierbarkeit überprüft werden können. Visualisierung: MUST Städtebau

Jugendpower für das Begegnungszentrum in Eschweiler

Auf dem ehemaligen Sportgelände „Indestadion“ in Eschweiler, das von der Flutkatastrophe vor wenigen Jahren betroffen war, soll ein Jugendbegegnungszentrum entstehen. Damit das auch so wird, wie Kinder und Jugendliche es sich wünschen, beteiligt die Stadt Eschweiler junge Menschen am Planungsverfahren. Bild: Frank Vinken

April

Im April reisen wir in Richtung Münsterland: nach Haltern am See mit einem Bahnhof als Begegnungsort– und weiter nach Münster, wo Zukunft gebaut wird. Außerdem erschien eine neue Folge unseres futURBAN Podcasts, die sich dem Bahnhof von Haltern am See widmet. Unter dem Motto „Bahnhof der Vereine“ zeigt das Landesprogramm „Schöner ankommen in NRW“, wie man mit Beteiligung, grünen Plätzen und cleveren Mobilitätskonzepten einen echten Willkommensort schaffen kann. In Münster fiel währenddessen der Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt der Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB). Damit rückt der Ausbau der Batteriezellproduktion in Deutschland einen großen Schritt näher – mit dem Ziel, zukunftsfähige Jobs und technologische Souveränität zu sichern.

Bahnhofsempfangsgebäude Haltern am See

Das Lippe-Städtchen Haltern am See ist ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Ruhrgebiet und Münsterland. Mit der Initiative „Schöner ankommen in NRW“ entsteht nun eine neue Visitenkarte für Haltern: das Ziel ist die denkmalorientierte Sanierung der Empfangshalle für mehr Aufenthaltsqualität.

Empfangshalle, Bahnhof Haltern am See

Der Halterner Bahnhof verzeichnet aktuell 85 Prozent Leerstand, birgt jedoch hohes Aufwertungspotenzial. Im Erdgeschoss sollen eine Kita und eine regionale Naturbäckerei einziehen. In der ersten Etage und im Dachgeschoss wird das Gebäude zum „Bahnhof der Vereine“.

Fahrrad-Service Station in Halterm am See

Das Fahrrad ist für viele Menschen in Haltern am See das wichtigste Verkehrsmittel. Zwar gibt es bereits einen großen Fahrradparkplatz, demnächst soll jedoch ein Fahrradparkhaus entstehen, das sowohl besonders gesicherte kostenpflichtige Abstellplätze als auch kostenlose Abstellmöglichkeiten für circa 1.000 Fahrräder vorsieht.

Blick auf den Bahnhof in Haltern am See

Das Projekt „Schöner Ankommen in NRW“ hat mit den Überplanungen des Bahnhofsgebäudes den Blick der kommunalen Planerinnen und Planer auch auf das weitere Bahnhofsumfeld geschärft. Zu der eigentlichen Bahnhofsentwicklung kamen immer mehr Bausteine hinzu, die auch in einem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) festgehalten wurden. Angrenzende Gewerbebrachen werden in neue Nutzungen überführt. Fotos: Franklin Berger

Mai

Im Mai stand der Strukturwandel nicht nur auf dem Papier, sondern auf der Bühne: Auf der POLIS Convention 2025 präsentierten wir am Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit unseren Standpartnern aktuelle Projekte und Zukunftsthemen der Stadt- und Regionalentwicklung. Der Kraftwerksstandort Neurath markierte dabei einen großen Meilenstein: Nach zwei Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit von Kommunen, der Perspektive.Struktur.Wandel GmbH und weiteren Partnern liegt ein umfassendes Strukturkonzept vor. Es bildet den Rahmen, um das weitläufige Kraftwerksareal schrittweise in ein modernes Industrie- und Gewerbequartier zu transformieren – ein wegweisendes Signal für die künftige Entwicklung im Rheinischen Revier.

Visualisierung: So könnte die Fläche des Kraftwerks Neurath einmal aussehen
Das Strukturkonzept steckt den Rahmen für die konkreten Planungen für den Kraftwerksstandort Neurath ab, der spätestens 2033 stillgelegt wird. Das Konzept – erarbeitet mit dem Kölner Planungsbüro ASTOC Architects and Planners – bietet den Kommunen einen verbindlichen Orientierungsrahmen für die Bauleitplanung und zeichnet den Weg vom Braunkohlestandort zum modernen Industrie‑ und Gewerbequartier auf. Visualisierung: ASTOC
Polis Convention 2025 - Gemeinschaftsstand NRW - Gruppenfoto Perspektive.Struktur.Wandel
Das Kraftwerksareal Neurath wird bei der polis Convention 2025 erstmals Investoren vorgestellt, v.l.n.r. Erik Schöddert (RWE Power AG), Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen, Rommerskirchens Bürgermeister Dr. Martin Mertens und Henk Brockmeyer (NRW.URBAN), Bild: Franklin Berger

Juli

Im Juli rückte die Verkehrs‑ und Bahninfrastruktur in NRW in den Fokus: Mit einer neuen Kooperationsvereinbarung zwischen Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn (DB) wurde die Zusammenarbeit gestärkt – mit besonderer Rolle der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW (BEG), heute Teil des Unternehmensverbunds NRW.URBAN. Gemeinsam wollen wir sicherstellen, dass Nordrhein-Westfalens Bahnhofsinfrastruktur modernisiert, vernetzt und bedarfsgerecht entwickelt wird. Ein sichtbares Beispiel aus dem Ruhrgebiet ist der Start der Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Schwerte: Mit der Unterzeichnung der Finanzierungs- und Realisierungsvereinbarung beginnt die denkmalgerechte Aufwertung – mit historischen Elementen, moderner Ausstattung und geplanter Nutzung für Kultur, Jugend und öffentliche Angebote.

In Schwerte entsteht im Rahmen von "Schöner ankommen in NRW" eine neue städtebauliche Visitenkarte für die Stadt. Die Stadt möchte die heute leerstehenden Flächen nutzen und mit Unterstützung der Städtebauförderung ein Jugendzentrum, Mehrzweck- und Proberäume einrichten. Bilder: Martin Steffen

Bahnhof Schwerte vor der Renovierung
Bahnhof Schwerte vor der Renovierung
Bahnhof Schwerte vor der Renovierung,

August

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist längst kein ausschließliches Großstadt-Thema, sondern betrifft viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen – das zeigen Auswertungen aktueller und erwarteter Bevölkerungszuwächse. Auch die Stadt Erftstadt möchte mit Unterstützung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen neuen Wohnraum schaffen und nutzt dazu das Programm „Go4Wohnen“. Mit der Unterzeichnung der Zielvereinbarung für das Projekt „Wohnen am Campus“ fiel im August der Startschuss für etwa 500 neue Wohnungen — ein wichtiges Signal für zukunftsorientierte und bezahlbare Wohnraum­entwicklung. 

September

Wie kann Quartiersentwicklung aussehen, damit es den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht schwerfällt, sich gegen das Auto und für das Fahrrad, den Bus oder sogar den Fußweg zu entscheiden? Gute Beispiele aus dem Programm „Go4Wohnen – Kooperative Baulandentwicklung“ zeigen das. Das Nikolausquartier in der Stadt Meerbusch wird bewusst als autoarmes Wohngebiet konzipiert: Künftige Bewohnerinnen und Bewohner parken in einer zentralen Quartiersgarage mit integriertem Mobilitätshub. Aus dem Planungsgebiet Plankerheide in Krefeld wird die Sonnenheide, ein weitestgehend autofreies Quartier mit hohem Grün- und Freiflächenanteil, attraktiven Aufenthaltsflächen und Gemeinschaftseinrichtungen, die Nachbarschaften stärken.

Rendering vom autoarmen Quartier in Meerbusch

Das Gesamtprojekt Kalverdonk steht für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Stadtentwicklung mit kurzen Wegen, hohem Grünanteil und vielfältigen Wohnangeboten. Auf einer Fläche von rund 35 Hektar entstehen in mehreren Bauabschnitten bis zu 700 Wohneinheiten, etwa 30 Prozent davon öffentlich gefördert. Visualisierung: Schaller Architekten Stadtplaner BDA

Straßenbahn fährt in die Station ein

Die zukünftige Sonnenheide in Krefeld folgt den Prinzipien für ein innovatives Klimaquartier: autofrei, mit Grün- und Solardächern sowie gebaut nach dem Schwammstadtkonzept. Neben den Umweltaspekten legt das Konzept einen besonderen Schwerpunkt auf eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Mobilitätsanbindung. Das Quartier wird hervorragend an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden sein: Straßenbahn, K-Bahn und Bus sorgen für eine schnelle, komfortable und nachhaltige Erreichbarkeit der Innenstadt und der umliegenden Stadtteile. Bild: Franklin Berger

Oktober

Der Oktober stand ganz im Zeichen von Industrie und Innovation: In Münster wurde der Grundstein für den zweiten Bauabschnitt der Fraunhofer FFB gelegt — eine der größten Forschungsfabriken zur Batteriezellproduktion in Deutschland. Damit rückt Münster zum europaweiten Hotspot für Batterieforschung auf.

Parallel dazu präsentierte sich NRW.URBAN gemeinsam mit weiteren Standpartnern am Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen auf der EXPO REAL 2025 — Europas führender Immobilienmesse. Dort standen Themen wie bezahlbarer Wohnraum, nachhaltige Stadtentwicklung und der Wandel ehemaliger Industrie- und Tagebauflächen auf der Agenda.

NRW.URBAN errichtet im Treuhandauftrag des Landes Nordrhein-Westfalen im Hansa-BusinessPark in Münster die Gebäude für die Forschungsfertigung Batteriezelle, kurz FFB. Das Projekt besteht aus zwei Bauabschnitten und ist eines der aktuell größten Forschungsbauvorhaben in Deutschland. Die FFB ist in ihrer Konzeption und Ausrichtung weltweit einmalig.

Mit der geplanten Fertigstellung des großen Forschungsgebäudes Ende 2027 werden zusätzliche 20.000 m² Nutzflächen für die Forschung bereitgestellt. Eine kleinere Vorfertigungsanlage mit mehr als 6.000 m² Forschungsfläche, die sogenannte PreFab, ist schon seit 2024 in Betrieb. Visualisierung: Artvisu

November

Der November stand im Zeichen der Dorfrevitalisierung im Rheinischen Revier – mit zwei sichtbaren Schritten: Finanzierung sichern, neues Leben ermöglichen. Für die fünf Erkelenzer Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath übergab Ministerin Ina Scharrenbach in Kuckum einen Förderbescheid über rund 14,3 Mio. €, um soziale, öffentliche und technische Infrastruktur zu stärken. Parallel startete Ende November die Vermarktung der ersten Immobilien – als Auftakt, um die insgesamt mehr als 500 Liegenschaften schrittweise wieder in Nutzung zu bringen und die Dörfer als lebendige Zukunftsdörfer zu revitalisieren. Ein starkes Symbol für diesen Aufbruch ist auch Bürgewald (ehemals Morschenich-Alt): Die ehemalige Kirche St. Lambertus ist als „erster Leuchtturm“ der Dorfrevitalisierung gesetzt. Nach der Profanierung 2019 und dem Brand 2023 wird ihr Wiederaufbau zur Initialzündung der Transformation – künftig als Ort für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen. 

Strukturkonzept Fünf Dörfer Erkelenz
Die Erkelenzer Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath schreiben Geschichte: Die umsiedlungsbedingt größtenteils leergezogenen Dörfer werden revitalisiert und zu Dörfern voller Lebensqualität entwickelt. Das beschlossene Entwicklungskonzept bildet die Grundlage dafür, wie durch neue Impulse eine hohe Lebensqualität entstehen kann, mit lebendigen Ortskernen und neuen Chancen für Wohnen und Arbeiten, damit die Dörfer weiterhin Orte zum Wohlfühlen sind. Illustration: MUST Städtebau GmbH BDA
Überreichung des Förderbescheids für die Erkelenzer Dörfer durch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen an Bürgermeister Stephan Muckel, Bild: Stadt Erkelenz
Siegerentwurf für die ehemalige Kirche in Bürgewald, Visualisierung: STUDIO-MRA
Die ehemalige Kirche St. Lambertus in Bürgewald wird zum ersten Leuchtturm der umfassenden Dorfrevitalisierung des ehemaligen Tagebaudorfs Morschenich-Alt. Als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft steht sie sinnbildlich für das, was im Rheinischen Revier gelingen soll: die Verbindung von Herkunft und Aufbruch. Ein Wettbewerb über die Neuinterpretation dieses Bauwerks und seiner direkten Umgebung bildet den Auftakt zur Weiterentwicklung des Dorfes als "Ort der Zukunft". Visualisierung Siegerentwurf: STUDIO-MRA

Dezember

Zum Jahresabschluss wurde noch einmal greifbar, wofür wir stehen: gemeinsam lebendige Räume schaffen – nicht nur in Konzepten, sondern ganz konkret im Alltag der Menschen. In Münster haben wir im Dezember eine neue Grundschule und zwei Kindertageseinrichtungen in den Quartieren York und Oxford vorgestellt, die kurz zuvor fertiggestellt wurden. Mit nachhaltigen Bauweisen wie Reuse-Klinker, Holzbau, begrünten Dächern und Photovoltaik entstehen in den wachsenden Quartieren moderne Lern- und Betreuungsräume – und eine Infrastruktur, die die neuen Wohngebiete langfristig stärkt.

Dem neuen Jahr blicken wir motiviert und gut vorbereitet entgegen, denn wir tun weiterhin, was wir am besten können: Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern entwickeln wir Orte, an denen Menschen gerne leben – heute und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Für das Vertrauen, den offenen Austausch und die engagierte Zusammenarbeit im vergangenen Jahr möchten wir uns herzlich bedanken.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien erholsame Feiertage sowie einen guten, gesunden und erfolgreichen Start ins neuen Jahr. Auch 2026 möchten wir gemeinsam mit Ihnen neue Impulse setzen, Projekte voranbringen und Veränderung aktiv gestalten. Möge das kommende Jahr von Ideen, Mut und gemeinsamer Gestaltungskraft geprägt sein.

Festliche Grüße

Ihr Team der NRW.URBAN